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Angewandte Meinungsfreiheit

Mit 100$ etwas gutes tun? Nicht so einfach… ein paar Amerikaner haben sich einen Spaß daraus gemacht, 100$ möglichst kreativ für gute Zwecke einzusetzen. Es geht dabei nicht darum viel zu ändern, sondern einzelnen Personen eine Freude zu machen. So war eine Idee 10.000 Pennys zu kaufen und diese im ganzen Land auf den Straßen zu verteilen, damit Leute sie finden und sich freuen können. Eine andere Idee war Postkarten zu kaufen und zu verteilen, damit die Leute sie an Freunde schicken, die dann nicht immer nur Rechnungen im Briefkasten haben.

Es geht also nicht unbedingt darum wirklich etwas Gutes zu tun, sondern eher anderen Menschen eine kleine Freude zu machen. Allerdings geht es auch darum mit Wildfremden in Kontakt zu treten. Und da fängt das Problem schon an, so wollten die Leute nichts von geschenkten Regenschirmen wissen, obwohl es regnete und sie nass wurden.

Mittlerweile haben sie eine Tradition daraus gemacht und die “Secret Society for creative Philantrophy” gegründet. Es wird dazu aufgerufen dem Beispiel zu folgen. Ich finde die Idee sehr gut und hoffe, dass wirklich ein paar Leute, vielleicht auch in Deutschland, dem Beispiel folgen und sich hin und wieder etwas nettes überlegen um 100$ unter das Volk zu bringen. Wer hat Ideen? ;)


Dass man mich nicht falsch versteht. Ich halte Datenschutz für etwas wichtiges und bin in der Hinsicht sehr froh hier in Deutschland zu leben. Wirtschaftliche Interessen sollten definitiv hinter den Datenschutz zurück gestellt werden. Auch zur Strafverfolgung sollte nicht alles erlaubt sein, bzw. die Hürden hoch genug sein um Missbrauch zu vermeiden.

Wenn festgestellt wird, dass Computer Spiele einen regen Datenverkehr zum Hersteller betreiben, kann man das zu Recht bemängeln. Schwieriger wird es, wenn man dann auch noch bemängelt, dass die Daten verschlüsselt sind, da das ja erst mal die Datensicherheit erhöht, sonst könnten ja “alle” mitlesen, so kann es nur der Hersteller. Wenn man dann aber auch noch auf die Idee kommt, dass da Kontodaten übertragen werden, da muss man sich schon fragen, wie viel Paranoia hier wirklich angebracht ist.

Sicher erscheint es anrüchig, dass auch bei offline Spielen Daten zum Hersteller übertragen möchten. Aber seien wir ehrlich: gerade die Hersteller von PC Spielen leiden doch zum Teil sehr unter den Raubkopien und für viele Spielern ist das verwenden von Raubkopien etwas völlig normales (manches mal schlägt einem sogar Erstaunen entgegen, wenn man preisgibt, dass man ein Spiel gekauft hat ;) ). Von der Wirksamkeit her sind Schutzmechanismen, die auf einen Server zurück greifen durchaus sinnvoll. Außerdem sind auch Achievments, die auf Servern gespeichert werden und auch von Freunden gesehen werden können, durchaus eine nette Bereicherung für ein Spiel und erhöhen die Motivation bestimmte Dinge zu erreichen.

Die Idee dem Hersteller zu unterstellen, dass er dabei Bankdaten ausspioniert verstehe ich nicht… der Hersteller will immerhin sein Spiel verkaufen, dass heißt, er benötigt ein gewisses Vertrauen, damit der Kunde das Produkt auch kauft. Sobald irgendjemand irgendwann einmal herausfindet, dass dort Bankdaten missbraucht wurden, kann der Hersteller doch dicht machen, da kauft doch keiner mehr. Insofern ist die Gefahr doch sehr gering, dass Bankdaten gesammelt werden (was will der Hersteller damit? Das Geld sollte er doch schon haben…) und auch, dass andere sensible Daten gesammelt und weitergegeben oder missbraucht werden, ist eher unwahrscheinlich, da der Aufschrei das Geschäft der Hersteller doch sehr beeinträchtigen würde.

Da halte ich andere Sachen, wie z.B. Googles Dienste, für die kein Geld von den Nutzern verlangt wird, für deutlich suspekter. Damit sind die Nutzer der Dienste auch nicht wirklich Kunden. Die eigentlichen Kunden sind die Werbekunden, die mit den Daten der Nutzern wirklich etwas anfangen können! Hier ist quasi der Missbrauch der Nutzerdaten eine natürlicher Vorgehensweise um den Gewinn zu maximieren und der Verdacht daher durchaus naheliegend. Bei den Computer-Spiele-Hersteller ist es eher umgekehrt, das Vergraulen von Spielern kostet direkt Geld und der Nutzen, der aus Daten gezogen werden könnte, wären zweifelhafte marktwirtschaftliche Erkenntnisse, da kommen bei mir ehrlich keine starken Verdachtsmomente auf.

Ich stehe ja auch auf Paranoia, aber manchmal ist es doch zu viel… ;)


Der CSU Abgeordnete Hans-Peter Uhl beweist in öffentlichen Aussagen (mal wieder), dass er überhaupt keine Idee hat, worüber er redet. Und ja, dass muss man genau so sagen, das ist auch keine Beleidigung oder Übertreibung, sondern man muss es einfach so sagen. Denn er sagt:

Denn das vermeintlich Gelöschte wird vorher auf Computer heruntergeladen und taucht später an vielen neuen Stellen wieder auf. Man kann im Netz nichts weltweit löschen.

Diese Aussagen sind zwar oberflächlich betrachtet richtig. Doch er will damit Websperren als “effektiver” als Löschen von Inhalten darstellen. Leider “vergisst” er, dass seine Aussage auf Sperren genauso anzuwenden ist… schlimmer noch, zusätzlich dazu, dass die Inhalte an anderer Stelle wieder auftauchen, können die Sperren noch zusätzlich dazu umgangen werden. Man muss also sagen, dass hier dieser Hans-Peter Uhl entweder seine ganze geballte Unwissenheit groß und breit präsentiert oder, dass er seine Wähler wissentlich dreist belügt und betrügt. Was einem jetzt lieber ist, kann ja jeder selber entscheiden. :)

Auch der Vorwurf des Aktionismus an die FDP zeugt hier von einer dreisten Verdrehung der Tatsachen. Es ist zwar richtig, dass die FDP eine “Zehn-Prozent-Partei” ist, aber als liberale Partei ist es wohl als ihre Aufgabe anzusehen sich gegen die Repressalien der”christlich” Konservativen-Rechten durchzusetzen. Außerdem ist die CSU bei der letzten Bundestagswahl gerade so auf mickrige 6.5% gekommen, hier ist wohl klar, wer hier blinden Aktionismus betreiben will. Da besteht doch schon die fast berechtigte Hoffnung, dass es nächstes mal nicht für die 5% Hürde reicht. Das ist doch schon etwas, worauf man sich freuen kann, oder? :)


Es ist erstaunlich wie viele Diktatoren überall auf der Welt immer noch an der Macht sind, obwohl es schon seit einigen Jahrzehnten die Vereinten Nationen und auch die UN-Menschenrechtscharta gibt. Natürlich ist in dieser Charta die Demokratie nicht zwingend festgeschrieben, aber keiner der Diktatoren konnte sich ohne Menschenrechtsverletzungen halten. So verwundert es doch, dass man offensichtlich mit Diktatur und Unterdrückung von Menschen deutlich länger an der Macht bleiben kann, als mit “ehrlichen” Methoden.

Eine schöne Abhandlung darüber hat vor einiger Zeit Ines Zöttel, eine Kolumnistin der FTD geschrieben. Sie Listet ein paar der bekanntesten Diktatoren auf und kommt zu dem Urteil, dass diese schon sehr lange an der Macht sind und auch wahrscheinlich weder durch eine Revolution noch durch Interventionen aus dem Ausland gestürzt, sondern werden ihr Amt wohl erst durch den Tod verlieren.

Dazu gibt sie für möchtegern Diktatoren einige Regeln, die diese befolgen sollten, um lange an der Macht zu bleiben. Natürlich gehört dazu, dass man seine eigene Schlägertruppe braucht und sein Land besser arm hält, damit die Bevölkerung “damit beschäftigt ist nicht zu verhungern”.

Sehr gefällt mir darunter Regel 3, die besagt, dass man die Welt regelmäßig an das eigene Anliegen erinnert, aber bloß dafür sorgt, dass keiner so genau weiß, was denn das eigene Anliegen genau ist. Auch die Regel 2, dass man die Diplomaten aller Herrenländer mit Gesprächsangeboten immer schön beschäftigt halten muss, gefällt mir, da man im Moment auch wieder einige Beispiele dafür findet. :)

Lohnt es sich am Ende doch eher ein Diktator zu sein, als ein demokratisch gewählter Herrscher? Die Dauer der Amtszeiten deuten klar darauf hin und auch bei unseren europäischen Herrschern entsteht sehr häufig der Eindruck, dass die Menschen- und Bürgerrechte ein großes Ärgernis beim regieren darstellen. Das erklärt wohl auch, dass sich immer mehr Länder von den Menschenrechten entfernen.


Heute einmal eine Kuriosität, bei der man sich eigentlich fragen muss, warum man sie für kurios hält. Ein New Yorker hat aus den Resten Muttermilch, die seine Frau abgepumpt hat, aber die Tochter nicht mehr trinken mochte, einen Käse hergestellt und ein entsprechendes Rezept veröffentlicht.

Interessant ist, dass mir die Vorstellung Käse aus Muttermilch zu essen, irgendwie auch nicht direkt zusagt. Ich muss sagen, dass das Bild zu dem Rezept schon sehr lecker aussieht, und ich das ganze sicherlich probieren würde. Aber wie im Artikel auf FTD schon steht, scheint es bei Körpersäfte von Menschen, im Gegensatz zu denen von Tieren, eine ethnische Hürde vor dem Verzehr zu geben. So fragt sich sogar der Koch, der das Rezept online gestellt hat, ob es ethnisch korrekt ist die Muttermilch so zu verarbeiten. Da fragt man sich schon, woher das kommt. Der biologische Unterschied zwischen Kuhmilch und Muttermilch ist ja nun wirklich nicht groß.

Wahrscheinlich ist man einfach bei der “Herstellung” viel näher dran. Bei Kuhmilch und anderem ist das produzierende Wesen ja eher weit weg, aber Muttermilch wird halt von unseren nächsten Menschen oder gar von uns selbst produziert. Schon interessant, die Gefühlen, die da hochkommen. ;)


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