Kategorie-Archiv: Kurioses

Kurioses passiert viel auf dieser Welt. Nennenswertes soll hier gesammelt werden. :)

Wem gehört der Mars-Rover eigentlich?

Beim Lesen von “Curiosity: Für eine Schaufel voll Sand – Golem.de“, über den Mars-Rover der gerade ein halbes Labor mitschleppt um auf dem Mars Gesteinsproben analysieren zu können, kam mir der Gedanke: Wem gehört eigentlich der ganze Kram, den wir da auf dem Mars abladen?

Ich mein, das Labor hat der Roboter ja dabei, weil er nicht zurück kommt und daher die Proben, die er sammelt, auf dem Mars direkt selber analysieren muss und dann die Ergebnisse an die Erde übertragen kann. Angenommen in ein paar Jahrzehnten reisen wir tatsächlich mal auf den Mars. Ist dann die Laborausrüstung in den Rovern noch etwas wert? Wenn ja: Wem gehört sie? Könnten Weltraum-Pfandflaschensammler hingehen, den Rover einsammeln und die wertvollen Teile weiterverkaufen? Oder bleibt er auf ewig Eigentum der Nasa, auch wenn diese nicht in der Lage ist ihn zu entsorgen?

Für die Weltmeere gibt es ja einige Regelungen, wem was wann gehört. Zum Beispiel lassen sich Schiffe nur sehr ungern abschleppen, da der Abschleppende einen Besitzanspruch an dem abgeschleppten Schiff geltend machen kann. Auch Strandgut gehört dem Finder, egal wem es mal ins Wasser gefallen ist. Gibt es solche Überlegungen für die Raumfahrt? ;)

Teufel Service…

Logo der Firma Teufel

Logo der Firma Teufel

Ich habe mir, nachdem ich Jahre lang die Lautsprecher in meinem Monitor ertragen habe, letzte Woche ein paar PC Lautsprecher von Teufel gegönnt. Nun hat leider in dem Paket, was ich erhalten habe eine kleine Schraube gefehlt um die kleinen Hochtöner an ihren Standfüßen zu befestigen.

Alles kein Problem, erstmal das ganze aufgestellt, geguckt ob ich passende Schrauben da habe, was nicht der Fall war, und dann später eine E-Mail an der Support von Teufel geschrieben. Kann ja nichts passieren, wenn man den Bewertungen von Teufel glauben darf, dann ist der Service ja überwältigend gut. Immerhin gibt es auf der Teufel-Webseite nur dafür eine eigene Kategorie. Auch bei Amazon herrscht unter den Teufel Produkten ziemlich viel Euphorie, auch wenn es im Service geht.

Die erste Antwort des Service war allerdings ernüchternd. Ich sollte doch nochmal die Verpackung durchsuchen die Schrauben würden sich gerne “verstecken”. Da bin ich natürlich selber drauf gekommen und hab die ganzen Styroporteile und kleinen Plastikbeutelchen schon vor dem Aufbau genauer durchsucht. Hier wäre übrigens der erste Verbesserungsvorschlag: klebt die Schrauben doch einfach mit etwas Klebeband an den Standfüßen fest, dann können sie sich auch nicht “verstecken”. Das Problem scheint ja häufiger aufzutreten. Zurück zum Thema… Über die erste Antwort habe ich mich schon etwas geärgert. So viel vertrauen sollte man dem Kunden schon entgegen bringen, dass er mal in den Karton geguckt hat. Trotzdem habe ich mir am Wochenende die Verpackung, die ich noch nicht entsorgt hatte, noch einmal sehr gründlich vorgenommen. Wie erwartet sind auch dabei die Schrauben nicht aufgetaucht.

Also am Montag direkt wieder an den Service gewandt, dass ich der Aufforderung nach gekommen bin und die Verpackung noch einmal gründlich durchsucht hab und keine Schrauben finden konnte. Ob man mir nicht jetzt einfach die zwei Schräubchen zuschicken könnte. In der Hoffnung sonst nichts mehr zu hören, sondern in den nächsten Tagen einen gepolsterten Briefumschlag mit zwei Schrauben zu erhalten habe ich die E-Mail abgeschickt. Heute erreicht mich dann die E-Mail des Service mit folgender Mitteilung:

Diese Schrauben haben wir einzeln leider nicht lagernd. Daher werden wir Ihnen ein komplett neues Systempaket, aus welchem Sie dann bitte einfach die Schrauben entnehmen.

Senden Sie bitte das von uns geschickte Set mit einer Fehlerbeschreibung an uns zurück.
Hierfür erhalten Sie mit separater E-Mail einen Link, mit dem Sie die Ware kostenfrei von DHL
abholen lassen können.

Das hört sich ziemlich merkwürdig an. Ich bekomme also, weil die Schrauben nicht einzeln lagern, ein komplettes Boxenset geschickt, soll das um die Schrauben erleichtern und das ganze wieder zurück schicken? Wird das so “verstümmelte” Boxenset dann vernichtet?

Ich muss leider sagen, dass ich den Service von Teufel in dem Fall nicht besonders gut finde. Davon einmal abgesehen, dass es um ein vielfaches nerviger ist ein großes Paket zu empfangen und wieder zurück zu schicken als einen Briefumschlag aus dem Briefkasten zu fischen, entpuppt sich die Firma  hier als äußert unflexibel. Klar, die Antworten kamen schnell und man nimmt auch einiges an Kosten auf sich um mir ein Boxenset zu schicken nur um Schrauben nachzuliefern… aber mal ehrlich… ich kaufe seit 15 Jahren fast alles was mit Technik zu tun hat im Versandhandel ein und es kommt immer wieder vor, dass Kleinteile fehlen (insbesondere seitdem man 14 Tage lang alles “angucken” und dann zurück schicken kann). Bisher war es für kein Unternehmen ein Problem Kleinteile einfach nachzuschicken.

Auch Teufel wird natürlich die Schrauben irgendwo aufbewahren (um nicht zu sagen “lagern” ;) ) und dann einfach zwei davon in das “verstümmelte” Boxenset legen und dieses wieder verkaufen. Aber was nicht vorgesehen ist (also einfach mal Schrauben zu verschicken), geht natürlich auch nicht. Da könnte ja jeder kommen. Hier merkt man ganz klar, dass man mit einem deutschen Traditionsunternehmen zu tun hat :) . Interessanterweise führt diese Einsicht dazu, dass ich bei genauerem Hinsehen den Service von Teufel doch als hervorragend einstufen muss. Denn es ist natürlich nicht die Schuld der Leute im Service, dass der Rest des Unternehmens so unflexibel ist und die “Prozesse” so sind, wie sie sind. Insofern Hut ab, dass die Leute dort immer noch so motiviert sind und kreative Lösungsansätze entwickeln.

Organisierte Schwarzfahrer noch stärker belohnen?

Heute habe ich einen Artikel gelesen, in dem der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert, dass Schwarzfahrer deutlich höhere Strafen zahlen sollen. Die Begründung lautet wie folgt:

Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sagte, es gebe “inzwischen Gruppen von Fahrgästen, die sich gegenseitig vor Fahrscheinkontrollen warnen. Jetzt ist es also schon so weit, dass potenzielle Schwarzfahrer sich online öffentlich helfen und organisieren. So wird das Fahren ohne gültigen Fahrausweis in der öffentlichen Wahrnehmung verharmlost. Dem muss der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen entgegenwirken.”

Insbesondere die Höhe der Strafe scheint für den VDV ein Problem dar zu stellen:

Mit dem gültigen “erhöhten Beförderungsentgelt” von 40 Euro werde kaum Abschreckung erzielt, wie die Beispiele aus den sozialen Netzwerken wie Facebook zeigten, argumentiert der VDV.

Leider erschließt sich einem die Logik da nicht ganz. Man stellt fest, dass Schwarzfahrer erfolgreich, durch Organisation auf Facebook, einer Kontrolle entgehen. Die Lösung soll dann sein, die Strafe zu erhöhen. Aber wenn die “organisierten Schwarzfahrer” der Strafe so oder so entgehen können, dann wird doch eine höhere Strafe das organisierte Schwarzfahren nur noch mehr  belohnen. Dann kann sich der erfolgreiche Schwarzfahrer freuen, dass er nicht nur einer Strafe von 40€ entkommen ist, sondern dass es schon 120€ waren.

Da wäre es doch sinnvoller ein wenig über die Preisgestaltung nachzudenken, und insbesondere die Tarife deutlich zu vereinfachen. Dann würden vielleicht doch noch ein paar Leute mehr den ÖPNV nutzen und auch zahlen. :)

Der große Umweg zu 2D im Kino

Da gibt es tatsächlich jemanden, der Brillen baut, mit denen man einen 3D Film im Kino wieder in 2D sieht. Technisch ist das ganz einfach und lässt sich sogar selber machen. Man muss nur zwei der 3D Brillen haben und sie jeweils mit zwei “linken” und zwei “rechten” Gläsern ausstatten, also zwei der Gläser vertauschen. 

Der Effekt ist dann, dass die Brillen jeweils für beide Augen das Bild durchlassen, was für das rechte bzw. das linke Auge gedacht war und man so wieder nur 2D sieht. Da der Unterschied zwischen den beiden Bildern nicht sehr groß ist, kann man den Film so tatsächlich ganz gut sehen. 

Es stellt sich bei dem ganzen Vorgehen allerdings die Frage, warum man den Film dann nicht einfach direkt in der 2D Variante im Kino guckt, für die man normalerweise eh 2-3€ weniger bezahlen muss… Es hat schon einen Grund, dass diese Idee zuerst ein Aprilscherz war.

Hurra… Wasser…

Ja, ich, als Mensch, habe nun das Recht auf sauberes Trinkwasser, die Uno hat’s so verabschiedet [1]. Und nun? Ja… nichts… Da tut es auch nichts zur Sache, ob sich nun die USA enthalten haben, oder Deutschland ein starker Befürworter dieser Änderung an den Uno-Menschenrechten ist. Das Recht auf Wasser ist nun zwar als Menschenrecht eingetragen, aber nicht einklagbar.

Das ganze hat wahrscheinlich hauptsächlich einen statistischen Charakter… nun gibt es halt noch ein paar Länder mehr, in denen Menschenrechte verletzt werden. Wobei das eine interessante Frage ist: Wie viele Länder, in denen es für Teile der Bevölkerung (immerhin Weltweit über 800 Millionen Menschen) kein sauberes Trinkwasser gibt, halten sich sonst an die Menschenrechte?