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Spare in der Zeit, so hast du in der NotNachdem sich die FDP (und wohl zu einem Teil auch die Union) 2013 ein Geschenk zur Bundestagswahl macht, indem sie Steuern senkt, trotz Neuverschuldung in Milliardenhöhe, wird nun zusätzlich über eine Senkung der Sozialabgaben diskutiert.

Es ist allerdings im Moment der denkbar schlechteste Zeitpunkt Sozialabgaben zu senken. Das Problem mit den Sozialsystemen ist, dass die Kosten in Krisenzeiten normalerweise steigen und in guten Zeiten sinken. Im Moment haben wir, aus Sicht der Sozialversicherungen sehr gute Zeiten, da die Arbeitslosigkeit auf einem sehr tiefen Stand ist, es also viele Einzahler und für die Arbeitslosenversicherung nur wenige Empfänger gibt. Es wäre also, wenn man kurzfristig denkt, durchaus Luft für eine Reduzierung mancher Abgaben. Allerdings werden die Zeiten sicherlich nicht ewig so bleiben. Und dann müssen in der nächsten Krise die Sozialabgaben wieder erhöht werden, was definitiv nicht konsumfördernd wirken wird und damit eine Wirtschaftskrise nur noch verschärft.

Es wäre daher deutlich sinnvoller jetzt einen Kapitalstock anzusparen und dann während der nächsten Krise (die kommt ganz sicher) die Abgaben zu senken und von dem ersparten zu zehren, als hektisch noch irgendwo zusätzliches Geld einsammeln zu müssen, nur damit jetzt irgendwer die FDP wählt… ;)

Unsere Regierung plant seit einiger Zeit einen Breitbandigen Zugang zum Internet als Universaldienst, der jedem Bürger zusteht, ähnlich wie Telefon und Postzustellung, gesetzlich zu verankern. Dagegen wehrten sich vor einiger Zeit die Netzbetreiber vehement und wollen diese Verankerung als Universaldienst unbedingt verhindern. Diese Verweigerung zeigt nur, wie absolut notwendig eine gesetzliche Regelung ist.

Dass ein Zugang zum Internet heute und in Zukunft zum gesellschaftlichen Leben einfach dazu gehört, steht wohl außer Frage. Dass man mit einer Modem oder ISDN Verbindung von 56 bzw 64kbps schon heute nicht mehr sehr weit kommt und dabei auch noch sehr teuer unterwegs ist, sollte auch klar sein. Wer das nicht glaubt, sollte es einfach mal versuchen. Schon das Update eines Virenscanners wird so zur Qual, ganz zu schweigen von Sicherheitsupdates für das Betriebssystem. Videoportale oder auch aufwendiger Nachrichtenseiten sollte man weiträumig umschiffen. Das Web 2.0 ist kaum zu gebrauchen mit einer solchen Verbindung.

Natürlich kostet es Geld in dünnbesiedelten Gebieten eine vernünftige Netzwerkinfrastruktur aufzubauen. Ganz klar, dass die Telekommunikationskonzerne sich lieber um die vielversprechenden Ballungscentren bemühen, als um entlegene Bauerndörfer. Diese Tatsachen entlarven auch die Aussage, dass LTE ja bald die Probleme der weißen Flecken automatisch löst als blauäugig. Es ist ja schon heute so, dass es auch dass schnelle 3G Netz nur in den Städten gibt und in Gebieten mit fehlender DSL- oder Kabel-Abdeckung die schnellen Handynetze meist auch durch Abwesenheit glänzen. Nein, auf einen freiwilligen LTE Ausbau in solchen Regionen braucht keiner zu hoffen. Nicht um sonst geht gerade durch die Presse, dass erste Testnetze in Metropolen wie Köln starten und nicht etwa in, von Glasfaser beglückten (und dadurch DSL freien), gebieten wie Königswinter.1

Auch die Postzustellung zu entlegenen Orten kostet Geld. Auch das Telefonnetz zu Häusern außerhalb von Ortschaften ist aufwendig. Wenn der Staat damals nicht selber die Investition in solche entlegenen Gebiete geschultert hätte, es ist fragwürdig, ob diese Anschlüsse heute im “Wettbewerb” geschaffen würden. Die Telekommunikationsunternehmen behaupten zwar, dass der Wettbewerb bei der Beseitigung der weißen Flecken helfen soll, aber ich bin da anderer Meinung. Die Rechnung ob man lieber ein paar hundert potenzielle völlig unversorgte Kunden erreichen möchte oder aber ein paar millionen potenzielle Kunden, die aber alle schon die Möglichkeit eines Internetanschlusses haben, diesen aber problemlos wechseln können und bei guten Angeboten auch wollen, wird immer zu Gunsten der Millionen ausgehen. Deshalb sind ja auch die meisten Geschäfte in der nähe von Städten zu finden, auch wenn sie dort mehrfach vorhanden sind.

  1. In Köln herrscht ein großer Wettbewerb um die Breitband Internetkunden. Neben dem Telefonnetz der Telekom, dass fast überall (V-)DSL fähig ist, hat dort auch der lokale Netzbetreiber Netcologne ein großes Glasfasernetz gelegt, über das diverse Breitband-Multimedia-Dienste angeboten werden. “Weiße Flecken” im Sinne der Breitbandinternetabdeckung finden sich in Köln nur sehr schwer. Dagegen gibt es in Königswinter kein DSL, da dort keine Kupferdrähte verlegt sind, sondern Glasfaser, auf denen die gängige DSL Technick nicht funktioniert. Auch das Kabelnetz ist in Königswinter nur sehr spärlich vorhanden, hier gibt es also große weiße Flecken. []

Ich durfte letzte Woche eine Dienstreise nach Norwegen unternehmen. Neben ein paar Bauchschmerzen, weil mir an anderer Stelle wichtige Zeit verloren geht, fand ich es eher doof, dass die Norweger noch immer keinen Euro haben, sondern mit norwegischen Kronen zahlen. Geld während einem Auslandsbesuch in eine fremde Währung umzutauschen bedeutet fast zwangsweise, dass vor der Rückreise noch Geld “über” ist. Dieses übrige Geld wird von mir meistens auf dem Flughafen in Nahrungsmittel eingetauscht, was in mehrere Hinsicht nicht optimal ist.

Das Geld, was ich überhatte.

Auf meinem Hinflug nach Norwegen habe ich im Lufthansa-Boardmagazin von der Lufthansa HelpAlliance gelesen und den Spendenumschlag gesehen. Die Aktion hat mir direkt sehr gefallen. Die Idee dabei ist, dass Flugbegleiter der Lufthansa Spenden annehmen und das in jeder Währung in Scheinen und Münzen. Das ganze geht dann noch in “ausgewählte” Projekte, bei denen auf Nachhaltigkeit geachtet werden soll. Das klang mir direkt als eine viel lohnendere Investition als Süßkram, der eh nur zu Speck auf meinen Hüften führt! Also habe mir vorgenommen auf dem Rückflug meine übrigen norwegischen Kronen zu spenden und war daher beim ersten Umtauschen auch etwas großzügiger und während dem Rest der Reise eher sparsam. Immerhin wollte ich doch etwas über behalten um dieses tolle Projekt zu unterstützen.

Nun ging ich mit norwegischen Kronen in der Tasche und freudiger Erwartung an Board meines Rückflugs von Oslo nach Frankfurt. Kurz vor der Landung wollte ich dann endlich meine gute Tat vollenden und griff zu der Plastikhülle, in der Boardmagazin und Sicherheitsanwiesungen aufbewahrt werden und in der sich auf dem Hinflug auch der Umschlag für die HelpAlliance befand. Doch diesmal gab es keinen Umschlag. Auch nach hektischem durchblättern des Magazins ließ sich nichts auffinden. Nach der Landung wartete ich bis meine Sitznachbarn weg waren und suchte in deren Boardmagazin in der Hoffnung, dass mein Umschlag nur verloren gegangen war oder nach der Nutzung durch den letzten edlen Spender noch nicht nachgefüllt wurde, doch auch dort gab es keine Umschläge. Ich fragte beim Boardpersonal nach, welches mir mit bedauern bestätigte, dass sich wohl keine Spendenumschläge an Board gehabt hätten. Nachdem der einzige Tipp, den ich von Lufthansa Mitarbeitern am Boden bekommen habe, die Kronen doch einfach bis zum nächsten Langstreckenflug aufzubewahren verließ ich etwas enttäuscht und unverrichteter Dinge den Flughafen.

Da ich nun immer noch den Gegenwert einiger Euro in norwegischen Kronen in meinem Besitz hatte, den ich irgendwie los werden musste, schrieb ich auf der Zugfahrt nach Hause eine E-Mail an die HelpAlliance und fragte, ob ich die Kronen auch per Post spenden könnte, und zu meiner Freude kam schon am Tag danach die Bestätigung, dass dies möglich ist. Man beruhigte mich auch und will dem Vorfall nachgehen. Allerdings kommen spenden per Post wohl auch “häufiger” vor. Ich hoffe mal nicht, dass dort immer fehlende Spendenumschläge im Flugzeug der Auslöser sind. Denn ich finde die Idee, seine restliche Fremdwährung für einen Guten Zweck spenden zu können und das einfach auf dem Rückflug mit einem praktischen Umschlag, nach wie vor sehr gut und würde mich freuen, wenn ich das nächste mal, wenn ich mit einer Dienstreise in ein Gebiet mit fremder Währung fliegen muss, mit einem Spendenumschlag spenden kann. :)

Es gab mal wieder ein paar Dinge, die sich in meinem Blog geändert haben. Vor einiger Zeit hat ein Facebook-Freund von mir gefragt, ob ich nicht einen Facebook-Like Button in meinem Blog installieren möchte. Das hat dazu geführt, dass ich ein paar der Myriaden-Facebook-Like-Button-Plugins ausprobiert hab, aber mit keinem so richtig warm geworden bin. Erst etwas später ist mir aufgefallen, dass die Probleme mit den Buttons wahrscheinlich von meinem verwendeten Theme her rühren. Daher bin ich dann auf ein anderes Theme umgestiegen, was mir dann aber nicht so richtig gefallen hat, weshalb vor ein paar Tagen ein erneuter Umstieg stattgefunden hat und dabei bleib ich nun erstmal. :)

In diesem Theme funktioniert jetzt der Facebook-Like Button, den ihr gerne drücken dürft *g* und ist so ganz hübsch platziert, finde ich. Auf den Artikelseiten gibt es dann noch ein paar mehr Knöpfe zum “Sharen”. Die hab ich aber von der Hauptseite verbannt. Die Knopfmanie nimmt mir eh ein wenig überhand im Internet, im Moment… gibt ja überall für alles nen Knopf. Naja, aber ein wenig mit dem Strom kann man auch schwimmen, oder? ;)

Bei der ganzen Aktion hab ich allerdings irgendwie meinen RSS-Feed zerschossen, und heute dann mal wieder repariert. Außerdem wird der Feed jetzt durch Feedburner durchgejagt, was erlaubt den Artikel aus dem Feedreader direkt zu “liken” oder zu den Kommentaren zu springen. Find ich ganz nett. :)

Achja, eine mobile Version der Webseite gibt es jetzt auch. Das hilft meinem Speicherarmen alten Palm Pre-. ;)

PS: Auf meinem Twitter-Account dürft ihr natürlich auch gerne “follown”. Ich schreib auch nicht so viel, versprochen.

Es gibt im Moment Bestrebungen die Ein-Euro-Jobs für Harz IV Empfänger einzuschränken. Dabei kam in der Debatte auch die Idee auf, die nun wegen Aussetzung der Wehrpflicht wegfallenden Zivildienstleistenden durch Langzeitarbeitslose zu ersetzen. Ob diese Idee nun Sinn macht, oder nicht, sei einmal dahi gestellt. Allerdings kommt aus dem Familienministerium dazu eine sehr merkwürdige Aussage:

Doch das zuständige Bundesfamilienministerium ist wenig begeistert davon, Hartz-IV-Empfänger die bisherige Arbeit von Zivildienstleistenden verrichten zu lassen. “Wir betonen, dass es im Bundesfreiwilligendienst um die Gewinnung von echten Freiwilligen geht und nicht um einen Zwangsdienst”, sagte ein Sprecher von Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Gerade im sensiblen Dienst am Menschen seien Frauen und Männer nötig, “die das aus echter Überzeugung, mit Liebe und Engagement tun. Das geht nicht mit Zwang.”

Diese Aussage ist ziemlicher Quatsch… Wie viele der Zivildienstleistenden haben das denn wirklich freiwillig getan? Die wenigsten, denn sonst gäbe es nicht jetzt so ein Problem sie durch “echte Freiwillige” zu ersetzen. Der Zivildienst war genauso ein Zwangsdienst, wie die Wehrpflicht. Nur weil man sich zwischen zwei Zwängen entscheiden kann, handelt man ja noch lange nicht freiwillig aus Spaß daran… 

Hier sollte man im Familienministerium noch einmal in sich gehen, ob man nicht echte Argumente auf Lager hat. ;)

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