Heute habe ich einen Artikel gelesen, in dem der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert, dass Schwarzfahrer deutlich höhere Strafen zahlen sollen. Die Begründung lautet wie folgt:
Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sagte, es gebe “inzwischen Gruppen von Fahrgästen, die sich gegenseitig vor Fahrscheinkontrollen warnen. Jetzt ist es also schon so weit, dass potenzielle Schwarzfahrer sich online öffentlich helfen und organisieren. So wird das Fahren ohne gültigen Fahrausweis in der öffentlichen Wahrnehmung verharmlost. Dem muss der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen entgegenwirken.”
Insbesondere die Höhe der Strafe scheint für den VDV ein Problem dar zu stellen:
Mit dem gültigen “erhöhten Beförderungsentgelt” von 40 Euro werde kaum Abschreckung erzielt, wie die Beispiele aus den sozialen Netzwerken wie Facebook zeigten, argumentiert der VDV.
Leider erschließt sich einem die Logik da nicht ganz. Man stellt fest, dass Schwarzfahrer erfolgreich, durch Organisation auf Facebook, einer Kontrolle entgehen. Die Lösung soll dann sein, die Strafe zu erhöhen. Aber wenn die “organisierten Schwarzfahrer” der Strafe so oder so entgehen können, dann wird doch eine höhere Strafe das organisierte Schwarzfahren nur noch mehr belohnen. Dann kann sich der erfolgreiche Schwarzfahrer freuen, dass er nicht nur einer Strafe von 40€ entkommen ist, sondern dass es schon 120€ waren.
Da wäre es doch sinnvoller ein wenig über die Preisgestaltung nachzudenken, und insbesondere die Tarife deutlich zu vereinfachen. Dann würden vielleicht doch noch ein paar Leute mehr den ÖPNV nutzen und auch zahlen.


Nachdem sich die FDP (und wohl zu einem Teil auch die Union) 2013 ein Geschenk zur Bundestagswahl macht, indem sie
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