KI soll Probleme lösen an denen Menschen scheitern

Es gibt im Moment viele Diskussionen um Algorithmen und KI. Im Rahmen autonomfahrender Autos gibt es die Diskussion, wie ein Auto Dilemmeas lösen soll. Da fährt das Auto auf eine Oma und ein Kleinkind zu, kann aber höchstens einen davon Retten. Wie soll es sich entscheiden? Bei manchem Diskussionsbeitrag scheint dabei die Aussage durch „wenn man das nicht total gut löst, sollte man diese Fachsen mit autonomen Fahrzeugen besser lassen“. Dabei wird überhaupt nicht reflektiert, was für ein gigantischer Fortschritt es ist, dass hier eine Entscheidung getroffen werden kann. Bei mindestens 90% der menschlichen Fahrer gingen die Gedanken wohl so: „Ohje, eine Oma. Ohje, ein Kind“ – Schock – beide tot, Fahrer traumatisiert.

Das gleiche passiert auch bei Algorithmen in Verwaltung und sonst wo. Da sollen Algorithmen Diskriminierung vermeiden oder wenigstens transparent machen, die heute völlig intransparent von Menschen völlig unterbewusst gelebt wird. Wenn zum Beispiel ein Personaler im Bruchteil einer Sekunde entscheidet, wer jetzt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird und wer nicht, dann sind dort alle seine Vorurteile an der Entscheidung beteiligt und werden natürlich auch nicht reflektiert.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

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