Flüchtlinge aus Libyen

Der libysche Innenminister versucht der EU zu drohen. Es gäbe eine „Flut von Flüchtlingen“, wenn man nicht mehr Entwicklungshilfe locker macht. Die lustigste Antwort auf diese Drohung wäre, Libyen einfach zu einem sicheren Drittstaat zu machen. Da ist ja jetzt auch Demokratie und alles toll und so. 😉 Dann kann man dem die Flüchtlinge alle einfach wieder zurück schicken. So macht man das im Moment ja auch mit den Balkanstaaten.

Die Strategie von Lybien ist grundsätzlich natürlich nicht neu. Der Gaddafi hat auch schon die Flüchtlinge und unsere Angst vor denen immer genutzt um Entwicklungshilfe zu erpressen. Wenn das Geld nicht floss, kamen mehr Flüchtlinge, wenn das Geld floss, hat er sie halt in seinem Land festgehalten und irgendwo eingesperrt. Hier wurden als Menschenrechtsverletzungen regelmäßig mit Geldgeschenken belohnt.

Die langfristige Lösung wäre natürlich sich nicht so in die Hose zu machen und die Flüchtlinge etwas freundlicher aufzunehmen (aber wir machen uns ja schon in die Hose, wenn unsere „Freunde“ aus der EU kommen). Und man könnte auch mal gucken, dass die Länder, aus denen die Flüchtlinge kommen etwas gemütlicher werden. Das ließe sich teilweise sogar mit Geld sparen verbinden, z.B. Streichung von Subventionen für Agrarexporte. Weiterer positiver Nebeneffekt: Man müsste unsere Felder nicht überbeanspruchen um Nahrung für den Export zu erwirtschaften und könnte auch bei der Tierhaltung etwas entspannter werden. Aber Export ist ja der heilige Gral, dafür opfert man auch schonmal Flüchtlinge im Mittelmeer. *seufz*

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.