Europawahl 2014 – AfD

Es geht ja hart auf die Europawahl zu. Und es hat sich vielleicht schon mal jemand gefragt, was man von der AfD halten soll. Also, so in der Richtung: „Deutschland verdient mit dem Euro eh viel zu viel Geld, das wirkt gierig, wenn wir das jetzt weiter machen. Lass mal den Export voll abwürgen und die DM wieder einführen. Nur damit die anderen auch mal wieder ’ne Chance haben.“ Oder so ähnlich. Ist ja das Hauptargument für die.

Es gibt da aber noch ein paar andere, viel unangenehmere, Strömungen in der AfD… ich würd‘ mal so sagen die positionieren sich als KZ-Aufsteller light. Also jetzt nicht ganz offen rassistisch… Aber wenn jemand fragt, wo die ganzen Ausländer hin sollen, wäre KZ schon ’ne gute Option. Wobei da der Kurs noch nicht zu 100% fest steht. Kann auch sein, dass sie doch ganz vorne beim KZ-Aufstellen mitmachen wollen… ein Vergleich der Wahlplakate mit den UR-KZ-Aufstellern zeigt jedenfalls einige Ambitionen.

Wahlplakate von AfD und NPD im Vergleich. Große Unterschiede gibt es nicht.

Wahlplakate von AfD und NPD. via

Inhaltliche Ähnlichkeiten kann man auch bei der Beantwortung der Fragen des Wahl-O-Mat erkennen, ich habe 18 übereinstimmende Antworten gefunden und neun bei denen eine Partei „egal“ angekreuzt hat. Das bedeutet, dass insgesamt 27 von 38 Fragen „kompatibel“ beantwortet werden, bzw. es gibt nur elf Streitpunkte. Für eine relativ harmonische Koalition würde das jedenfalls reichen.

Natürlich kann und soll man sich Gedanken zur Thematik Euro und Zukunft machen. Warum sollte eine solche Krise nicht mehr wiederkehren? Und ist die Krise überhaupt vorbei? Für die Zukunft sieht es ganz gut aus, wie hier analysiert wird. Und zur Gegenwart, naja… auf den Finanzmärkten ist die Krise im Prinzip durch, da ist die Panik abgeklungen. Problematisch sind die gesellschaftlichen Folgen der Sparrunden. Da wird man sicherlich noch etwas tun müssen. Das geht aber im Euro deutlich besser, als wenn wieder jedes Land mit seiner eigenen Währung rumfurwerkt oder die Wirtschaft durch eine Euroauflösung weiter schwächt und verunsichert. Das Fazit: Der schlimmste Teil der Eurokrise ist geschafft (und Deutschland hat bisher kein Geld verloren, im Gegenteil). Jetzt kommt nicht mehr viel, da kann man die Vorteile des Euros auch noch weiter nutzen.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.