Neue Strategie für Elektroautos – Warum nur national?

Huch… die Regierung ist aufgewacht. Wie konnte das passieren? Nachdem Jahrelang zwar immer beteuert wurde, dass man Elektroautos fördern wollte, und bis 2020 mindestens eine Millionen davon auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen, aber man keinerlei Strategie vorweisen konnte, wie man dahin kommen wollte1, kommt man jetzt mit Ideen um die Ecke. Das ganze liest sich so, als ob sich ein Blick nach Norwegen gelohnt hätte: Sonderparkplätze und Nutzung der Busspuren für Elektroautos sind geplant. Beides kennt man im hohen Norden schon.

Ganz lustig ist, dass auch Hybrid-Fahrzeuge als Elektroautos gelten sollen, wenn sie mindestens 30Km nur mit dem Akku fahren können und der von außen aufgeladen werden kann. Wahrscheinlich ist das ein kleiner Betrug, damit man das selbst gesteckte Ziel doch noch irgendwie erreichen kann… 😉

Unabhängig von dieser kleinen Absurdität, wäre mein Vorschlag ja, solche Ideen nicht wieder überall einzeln zu regeln und im Nationalstaatenwirrwar untergehen zu lassen, sondern die Ideen direkt auf EU Ebene vorzuschlagen. Dann müssten sich irgendwann die Pariser auch nicht mehr haarsträubende Ausreden für ihre hohe Feinstaubbelastung aus den Fingern saugen.

 

Fußnoten:

  1. Klar war nur, dass man bloß kein Geld dafür in die Hand nehmen wollte. Aber da gab es ja auch noch die FDP. Das ist ja deren Leitspruch gewesen. Alternativen haben die allerdings auch nie geliefert. []
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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.