Zweierlei Maß beim Terrorismus?

Gestern kamen zu ähnlicher Zeit zwei Schlagzeilen rein. Die erste war: Mutmaßliche Islamisten töten 60 Menschen in Nigeria. Einsortiert war der Artikel direkt als „Terror“ und im Artikel wurde auch immer von „Terrorgruppe“ geredet. In unmittelbarer Nähe gab es eine andere Meldung: Anschlag auf jüdische Einrichtungen in Kansas. Hier ist nur von einem „Mann“ die Rede, der Rassist, Antisemit und ehemaliges Mitglied im Ku-Klux-Klan gewesen sein soll. Die Meldung ist unter „USA“ einsortiert und das Wort „Terror“ fällt im Artikel kein einziges mal.

Auch wird der Mann nicht als „christist“ einsortiert. Warum eigentlich? Nur weil das so dämlich klingt? Der Ku-Klux-Klan ist durchaus eine fundamentale protestantische Organisation. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Ist für uns mittlerweile Terrorismus zwingend mit dem Islam verbunden? Oder erkennen wir Terrorismus nur dann als solchen an, wenn er uns selber trifft? So gemein es klingt? War nicht der NSU auch Terror? Anders Behring Breivik in Norwegen? Was ist mit dem „Amokläufer“ in Italien, der als Rechtsextrem bekannt war und zur selben Zeit (2011) in Florenz gezielt auf eine Gruppe Migranten geschossen hat. Ist nicht auch das recht klar Terrorismus? Wenn man das vergleicht, kommt man zu dem Schluss, dass die Organisation recht ähnlich ist und auch bei der Anzahl kommt man in ähnlich Spheren.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.