Freispruch für den Mörder von Trayvon Martin

Vor etwas mehr als zwei Jahren hat ein bewaffneter Mann, der auf Bürgerwehrpatrouille war, sich von einem schwarzen Kind in Kaputzenpulli so sehr bedroht gefühlt, dass er ihn erschießen musste. Mit dieser Verteidigungsstrategie ist er jetzt zumindest freigesprochen worden. Dabei hilft ihm das „Stand-Your-Ground“-Gesetz in Florida:

Schon das Gefühl der Bedrohung reicht aus, um sich gewaltsam wehren zu dürfen.

Wenn man das mal konsequent zu Ende denkt, wäre jetzt die Konsequenz daraus, dass jeder schwarze Jugendliche, dem George Zimmerman (der Schützen) über den Weg läuft diesen einfach erschießen könnte. Denn er ist ja offensichtlich eine Bedrohung, sogar eine objektive und nicht nur eine subjektive.

Ein weiteres Beispiel bei dem man die kruden Waffen- und Selbstverteidigungsgesetze der USA durch einfaches anwenden ad absurdum führen könnte. Aber wer will schon die ganze Zeit Leute erschießen?

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.