Verkehrsinfarkt

 

Verkehrsinfarkt

Hurra, die Schulferien sind vorbei… Und schon sind „sie“ wieder da. Auf der Straße, überall. Sie, die auf der Straße hinter dem Steuer ihres Fahrzeuges schlafen. Leute, die während den Schulferien nicht Autofahren müssen unter unglaublichen Schlafdefiziten leiden… Man kann nur hoffen, dass sie in den Ferien eine andere Schlafmöglichkeit finden, als hinter dem Steuer eines PKWs im schönsten Berufsverkehr.

Was bin ich froh, dass ich einen großen Teil meines Arbeitswegs mit dem Zug zurück legen kann. Der ist zwar jetzt auch wieder schlagartig voller als während der Ferien, aber der kollabiert wenigstens nicht total, wie der Straßenverkehr. Das Auto taugt einfach nicht als Massentransport, das kann man kurz nach Ferienende immer besonders gut beobachten. Denn zu dieser Zeit wird einem die Ineffektivität des Verkehrsmittels Auto deutlich vor Augen gehalten. Wenn man den Zug verpasst, weil man es doch letzte Woche noch locker in 15 Minuten geschafft hat, selbst wenn die Ampeln alle ungünstig schalteten, und heute dauert plötzlich wieder alles länger. Eine halbe Stunde sitzt man in der Karre und es geht nicht voran. Dann pennt da noch einer doof auf dem Parkplatz rum und weiß nicht, welchen der drei freien Plätze er denn jetzt nehmen soll und dann wird’s mit dem nächsten Zug auch schon wieder knapp.
Wenn man das dann wieder ein paar Wochen mitgemacht hat, dann merkt man es kaum noch. Dann weiß man, dass man für die Strecke 30-40 Minuten einplanen muss. Dann kriegt man auch den richtigen Zug wieder. Man hat sich dann an den Zustand des täglichen Verkehrsinfarktes wieder gewöhnt. Da wird es dann nur problematisch, wenn man einmal viel zu früh oder spät von der Arbeit nach Hause aufbricht. Da ist man dann viel zu früh am Ziel, weil der Infarkt ausgeblieben ist, die meisten anderen Arbeitenden haben sich ja schon nach Hause gequält.

Nein, das Auto taugt nicht für den Massentransport. Es ist schade, dass immer noch keine vernünftigen Alternativen aufgebaut werden, aber Spaß macht so der Weg zur Arbeit überhaupt nicht.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.