Schünemann, ein Name, den man sich merken sollte

Der Innenminister Niedersachsens, Schünemann, droht „islamistischen Gefährdern“ mit Computerverbot. Dabei stellt sich einem nicht nur die Frage, wie man jetzt „islamistische Gefährder“ ausreichend sicher erkennt, außer vielleicht durch Gentests (aber die darf man ja leider auch immer noch nicht flächendeckend durchführen). Nein, die Frage ist viel mehr, warum man die „islamistischen Gefährder“ nicht direkt aus dem Verkehr zieht. So ein Quatsch, warum sollte man denen nur Kommunikationsmöglichkeiten einschränken? Was hat man davon? Nein, beide Hände müssen ab, damit der Bombengürtel nicht mehr zu gemacht werden kann. Das reduziert die Gefahr von Anschlägen doch viel Effektiver. Wir befinden uns immerhin in einer akuten Bedrohungslage, da kann man auf solche idealistischen Ideen wie „Menschenrechte“ und andere Ideen der eh nur poppenden Blumenkinder keine Rücksicht mehr nehmen. Am besten sperrt man die eh gleich mit weg. Vor 40 Jahren mag FlowerPower ja noch witzig gewesen sein, aber die Hampelmänner und -frauen kann sich doch heute keiner mehr ansehen.

Ich denke den Namen „Schünemann“ sollten sich vernünftige Leute merken, wenn sie es in der Zensur-Ursula-Debatte nicht eh schon getan haben. Da kann man nur hoffen, dass die „breite Unterstützung“, die er erwartet, den gleichen merkwürdigen Hirnwindungen entspringt und einfach ausbleibt.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

2 Gedanken zu „Schünemann, ein Name, den man sich merken sollte

  1. Guardian of the Blind

    Gefährder

    Im staatlichen Sinne jemand, von dem eine Gefahr ausgeht, vor allem eine terroristische. Klingt bedrohlich. Tatsächlich aber ist jemand gemeint, gegen den es keine gerichtsfesten Beweise gibt, den man daher nicht anklagen und nicht verurteilen kann und der nach bisherigem Rechtsverständnis unschuldig ist. Was G. eigentlich sind, sagt niemand. Möglicherweise Fast-Verdächtige. Zumindest aber Menschen, die es zu beobachten und zu überwachen gilt.

    http://www.zeit.de/online/2009/04/neusprech-schaeuble-lexikon

    1. Achim Beitragsautor

      Das ist genau das Problem: Man kann nicht hingehen und willkürlich irgendwelchen Leuten, die irgendjemand für gefährlich hält ihre Rechte einschränken…

      Seit „9/11“ kann man in den USA verschwinden, ohne das Recht auf Verhandlung oder Telefonanruf… man muss nur als Terrorverdächtig gelten. Da fragt man sich dann doch, warum man sich den Stress mit der Demokratie überhaupt antut.. da kann man auch in einer Diktatur vor sich hinleben, braucht sich mit Politik und Wahlen und dem ganzen Mist nicht auseinander setzen, sondern muss nur aufpassen, dass man sich aus allem raus hält und irgendwie was zu essen bekommt…

      Ich hab in dem Zusammenhang übrigens auch gerade in der Sneak einen ganz interessanten Film gesehen: „Fair Game“. Sollte man sich ruhig mal angucken, auch wenn das Ganze für mich wenig überraschend war. 😉

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