Ein Vorfall bei der Gothaer Versichung erweckte diesmal meine Aufmerksamkeit. In einem sehr nett geschriebenen Artikel auf ftd.de wird die ganze Geschichte dargelegt. Es geht um einen Retner, der von einem Auto angefahren wurde. Die Versicherung des Unfallfahrers hat die medizinischen Kosten bisher übernommen. Es gibt aber auch einen Anspruch, wenn das Verkehrsopfer keine Hausarbeit mehr durchführen kann. Da der Rentner immer noch unter seinen schweren Verletzungen leidet und so tatsächlich keine Hausarbeit durchführen kann, wollte er diesen Anspruch geltend machen, soweit so klar.
Der Anspruch wurde allerdings von einer Mitarbeiterin der Gothaer Versicherung abgelehnt, mit der Begründung, dass der Rentner Moslem ist und nach dem patriarchalen, traditionellen Mannesbild der muslimischen Ehe der Mann eh nicht im Haushalt mit hilft. Die einzig richtige Entgegnung darauf kann eigentlich nur sein: “Nach dem patriarchalen, traditionellen Christlichen Frauenbild darf eine Frau überhaupt nicht arbeiten, sondern hat sich um den Haushalt und das Kinderkriegen zu kümmen. Folglich arbeitest du überhaupt nicht bei der Versicherung, also muss ich nicht mit dir reden, ich möchte mit einem echten Sachbearbeiter reden.” Selbst, wenn die Behauptung über ein ihre fremdes Weltbild so richtig wäre, wäre es immer noch albern sie als Begründung anzuführen. Denn nur, weil irgendwelche Religionen komische Weltbilder haben, heißt es noch lange nicht, dass alle Anhänger der Religion diese auch genau so teilen. Gerade als Christ sollte man da sehr vorsichtig sein. Die Einstellung der Kirche, gerade der katholischen, zu verschiedensten Dingen ist von außen betrachtet schon fast pervers zu nennen.
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