Atomausstieg – Jetzt!

Nun, es ist wohl so weit. Der Atomausstieg ist Geschichte, er wurde in einem ziemlich plötzlichen Kompromiss mitten in der Nacht gekippt. Auch wenn es weiterhin diverse Probleme gibt, wie z.B. die Frage, wohin mit den 4.400 zusätzlichen Tonnen Atommüll, dass der Staat für die Entsorgung des Mülls wahrscheinlich mehr zahlt, als durch die längeren Laufzeiten verdient, oder Verfassungsrechtlicher Bedenken gegen den Kompromiss, sollte man nun nach vorne schauen.

Denn, egal, was mit der Atomkraft nun geschieht, oder nicht, sie ist eine Technologie der Vergangenheit. Die Politik mag das noch nicht wahrhaben wollen, aber, wenn man Umfragen glaubt, weiß die Mehrheit der Deutschen das schon und lehnt die Atomenergie, auch wegen der vielen ungelösten Problem, ab. Nun, was liegt da nahe, als den Atomausstieg selber aktiv voran zu treiben? Nein, ich möchte niemanden dazu auffordern Atomkraftwerke niederzureißen. Das ist ungesetzlich. 😉 Auch die Idee sich mit Klagen gegen Atomkraftwerke zu wehren, wie Greenpeace es tut finde ich nur wenig verführerisch. Nein, man muss die Konzerne da treffen, wo es weh tut. Wir sind die Kunden der Stromkonzerne. Wenn wir keinen Atomstrom kaufen, dann bleiben die Atomkraftwerke auch nicht lange am Netz. Daher schließe ich mich der Aufforderung meines Stromanbieters „Naturstrom“ an: „Jetzt ist es Zeit zu handeln“. Meine Aufforderung an alle Leser, die sich mit Atomenergie nicht so recht identifizieren können und lieber den technologischen Fortschritt durch erneuerbare Energien vorantreiben wollen: Guckt euch die Angebote der Ökoanbieter an. Ich habe den Preis von Naturstrom mit meinem regionalen Stromanbieter verglichen und lege pro Kilowattstunde Strom im Moment 0,37 cent drauf, Tendenz fallend. Umgerechnet auf das ganze Jahr kommen da zwar schon ein paar Euro zusammen (insbesondere, weil ich einen recht hohen Stromverbrauch habe), aber das ist es mir Wert durch „den freien Markt“ die Atomkraftwerke abzuschaffen und durch erneuerbare Energie zu ersetzen.

Also: Jetzt wechseln. Es muss nicht Naturstrom sein, es gibt auch andere Anbieter, aber sagt euch los von Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Nutzt die freie Marktwirtschaft und die Liberalisierung der Stromnetze um den Atomausstieg auf finanziellem Weg herbeizuführen!

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

Ein Gedanke zu „Atomausstieg – Jetzt!

  1. Roberto Rivace

    Hallo Achim,
    Prinzipiell hast du schon recht!
    Leider bestimmt immer noch das Angebot die Nachfrage. Die meisten Verbraucher sind nicht bereit, auch nur eine müden Cent mehr für „grünen“ Strom zu bezahlen.
    Atomenergie ist verhältnismäßig Billig und Alternativen zur Zeit nicht in der Lage den Bedarf zu decken.
    Bei Stillegungen der AKWs würden die Stromkonzerne den Atomstom teuer im Ausland einkaufen, und dies wil aber auch niemand.
    Wenn schon Alternativen, dann sollten diese schon Wettbewerbsfähig und nicht nur mit Subventionen realisierbar sein.
    Bei einer echten Alternative würde auch die Politik ihren positiven Betrag dazu leisten.

    Gruß, Roberto

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