Hurra… Wasser…

Ja, ich, als Mensch, habe nun das Recht auf sauberes Trinkwasser, die Uno hat’s so verabschiedet [1]. Und nun? Ja… nichts… Da tut es auch nichts zur Sache, ob sich nun die USA enthalten haben, oder Deutschland ein starker Befürworter dieser Änderung an den Uno-Menschenrechten ist. Das Recht auf Wasser ist nun zwar als Menschenrecht eingetragen, aber nicht einklagbar.

Das ganze hat wahrscheinlich hauptsächlich einen statistischen Charakter… nun gibt es halt noch ein paar Länder mehr, in denen Menschenrechte verletzt werden. Wobei das eine interessante Frage ist: Wie viele Länder, in denen es für Teile der Bevölkerung (immerhin Weltweit über 800 Millionen Menschen) kein sauberes Trinkwasser gibt, halten sich sonst an die Menschenrechte?

Dieser Beitrag wurde unter Kurioses, Weltgeschehen abgelegt am von .

Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

2 Gedanken zu „Hurra… Wasser…

  1. Zeromant

    Um Menschenrechtsverletzungen festzustellen und anzuklagen, muss man diese Menschenrechte zunächst einmal klar definieren. Und wenn man die Welt verbessern will, muss man zunächst einmal darlegen, was verbessert werden muss und auf diese Weise das Bewusstsein dafür schärfen.

    Niemand behauptet, dass solch ein Beschluss konkretes Handeln ersetzen kann. Ich behaupte aber, dass es dieses Handeln fördert und erleichtert.

    Dir ist doch gewiss bewusst, wie stark kulturelle Prägung menschliches Verhalten beeinflusst (Stichwort: Burka). Durch die Signalwirkung solcher Beschlüsse wird menschliches Denken verändert und werden kulturelle Werte verändert. Daran gibt es absolut nichts schlechtzumachen!

  2. Achim Beitragsautor

    Naja, schlechtmachen will ich auch nicht wirklich. Es ist ja schon ein guter Schritt in die richtige Richtung. Und auf internationaler Ebene sind die kleinen Trippelschritte noch viel eher „das einzige machbare“, als auf nationaler. Das ist mir auch klar.

    Aber ein „Recht“, was man nicht einklagen kann? Ist es dann noch ein Recht? Das kam mir doch zu merkwürdig vor, um mich darüber nicht wenigstens ein bisschen lustig zu machen. 🙂

    Interessieren würde mich auch, was man aus einem verbindlichen Recht für Konsequenzen ziehen würde… Müssen dann riesige Wassermengen bewegt werden? Oder stellt man sich eher auf den Standpunkt, dass die Leute ihr Wasser halt sauber halten sollen (eine extreme Verstärkung der Aussagen des WWFs: http://www.wwf.de/presse/details/news/trinkwasser_wird_menschenrecht/ ).
    Ich kann mir im Moment kaum vorstellen, wie eine „gerechte“ Wasserverteilung funktionieren soll.

Kommentare sind geschlossen.