Verbannung der Frauen

Nun wollen es die Belgier also wirklich tun, sie werden heute wahrscheinlich ein Gesetz zum Verbot der Burka beschließen. Nachdem die Franzosen es zwar wollten, aber festgestellt haben, dass so ein Gesetz gegen Menschenrechte und die Trennung von Religion und Staat verstoßen würde und es darauf hin immer noch wollen, sind nun die Belgier die ersten, die wirklich so weit sind. In Deutschland hat sich noch kein „großer“ Politiker soweit getraut, aber auch hier gibt es viele, die so ein Verbot wollen, Politiker wie Bürger.

Die Argumentation ist immer die gleiche. So schreibt ein Kommentator auf „derwesten.de“:

Verbot?

Man kann das Gesetz auch anders lesen: Erlaubnis. Jede Frau bekommt in Belgien die Erlaubnis, frei und ungezwungen in die Öffentlichkeit zu gehen. Kein Mann kann es ihr jetzt verbieten. Tut er es trotzdem, droht ein Bußgeld.

Die Unterdrückung der Frauen muss endlich vorbei sein und wir können heute nicht mehr unter dem Postulat, kulturelle Eigenarten zu achten und zu respektieren, grundsätzliche Rechte für einen Teil der Menschen außer Kraft setzen.

Ähnliches hört man auch von Belgiern, Franzosen, Holländern und in Deutschland von rechten Gruppierungen wie ProNRW (oder nach der Entscheidung sicher auch von der CSU ;)). Alle behaupten sie die Frauenhäuser wären voll von Frauen, die unter Todesangst ihre Burkas (oder Kopftücher) nicht mehr anziehen wollten. Das Problem dabei ist: Leute, die behaupten, dass sie mit einem Verbot auch nur einer Frau helfen würden sind entweder extrem dumm oder extrem dreist.

Ein kleines Rollenspiel

Mir wird als Computerspieler von erzkonservativen Politikern regelmäßig die Fähigkeit zur Empathie abgesprochen. Trotzdem möchte ich diese „verstümmelte“ Fähigkeit jetzt hier nutzen und meine Entdeckungen all denen bereit zu stellen, die diese Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen offensichtlich tatsächlich nicht besitzen oder neben ihrem blinden Menschenhass keine Zeit mehr für solchen „Firlefanz“ haben.

Versetzen wir uns also in eine arme muslimische Frau, die von ihrem Mann verprügelt wird, wenn sie keine Burka (Burka und Kopftuch sind übrigens im Rest des Abschnittes vollkommen austauschbar) überzieht. Da „solche Leute“ sich offensichtlich nicht integrieren wollen, sprechen sie auch nicht die Sprache und interessieren sich auch sonst nicht für Gesetze (so ja die allgemeine Argumentation der Menschenhassenden). Wir wissen also nichts von einem Verbot und spazieren munter mit der Burka auf die Straße. Dort kommt dann direkt ein eifriger „besorgter Bürger“ auf uns zu und teilt uns auf nette Art und Weise mit, dass wir die Burka jetzt ja nicht mehr tragen müssten, dass wir endlich befreit seien.

Da wir nicht so richtig wissen, wovon der jetzt genau redet gucken wir verächtlich und gehen weiter (das kann er natürlich nicht sehen, ein klarer Nachteil der Burka). Wer etwas „forscher“ ist, kann sich hier vielleicht auch einen dummen Kommentar nach dem Motto „Quatsch mich nicht dumm von der Seite an, alter Sack“ vorstellen (wenn wir denn die Sprache könnten, also wahrscheinlich ein arabisches Äquivalent). Ein „richtig besorgter Bürger“ wird sich davon natürlich nicht unter kriegen lassen und in voller Erfüllung seiner aller wichtigsten Bürgerpflicht, dem Verpfeifen, sofort die Polizei, das Ordnungsamt und am besten gleich noch Feuerwehr und Krankenwagen herbei rufen.

Die Folge: Wir kriegen ein Bußgeld von 25€ aufgedrückt1. Da wir eine unterdrückte Frau sind und nur zum Kinderbetreuen und Einkaufen existieren, haben wir entweder kein Geld dabei oder nur das Geld, was wir eigentlich für Nahrungsmittel ausgeben sollten. In beiden Fällen haben wir jetzt ein Problem: Uns fehlt Geld! Wer glaubt, dass eine unterdrückte Frau von ihrem prügelnden Mann „einfach mal so“ 25€ bekommen würde, der soll mir das bitte in den Kommentaren ausführlich darlegen. Ich bin davon nicht überzeugt.

Es bleibt dahin gestellt, ob wir jetzt bei dieser Begegnung begriffen haben, dass es um ein Verbot der Burka geht, oder ob wir nicht wissen, was da um uns herum passiert ist, weil wir die Sprache nicht gut genug verstehen. Ein neues Gefühl von Freiheit haben wir aber in keinem Fall erhalten.

Wir gehen also (entweder direkt oder nach ein paar weiteren ähnlichen Zwischenfällen) nach Hause mit unserem Geld-Problem (in welcher Form auch immer, das tut wenig zur Sache). Da wir selber kein Geld verdienen, müssen wir unserem Mann die ganze Geschichte irgendwie darlegen. Über diese Stelle habe ich mir tagelang das Hirn zermartert, aber mir ist kein Weg eingefallen, wie die unterdrückte Frau an dieser Stelle nicht in einen Streit (wahrscheinlich mit Prügel-Folge) geraten soll. Egal, wie man es dreht und wendet, irgendwann wird das fehlende Geld bzw. das Bußgeld auffallen.

Was passiert dann? Anscheinend glauben die Befürworter des Verbotes, dass „wir“ (also wir in der Person der unterdrückten Ehefrau) dem Mann nur erklären müssten, dass Burkatragen nun verboten ist und dass wir eh ganz viele Rechte als Frau haben usw., damit der Mann so etwas sagt: „Ach, dann ist ja alles klar. Komm, lass den Unsinn mit der Burka, geh einfach so raus. Ich verprügel dich jetzt auch nicht mehr, das ist dann wohl auch nicht ok. Such dir doch am besten gleich morgen eine Arbeit, die du bei den guten Leuten dieses Landes sicherlich auch bekommen wirst, da hier ja niemand wegen seiner Herkunft oder seinem Namen diskriminiert wird.“. Wie das funktionieren soll, weiß ich nicht. Ich tippe darauf, dass noch nie jemand darüber nachgedacht hat oder sich in irgendeiner Weise dafür interessiert hat. Sollte jemand dafür eine Antwort haben, soll er bitte einen Kommentar hinterlassen.

Naja, da wir nicht wissen, wie wir das oben beschriebene Kunststück vollführen, sondern irgendwann gezwungen sind in den Streit einzusteigen, werden wir sicherlich Ärger von unserem Ehemann bekommen. Da das ja ein prügelnder Ehemann ist, werden wir auch Prügel beziehen. Was lernen wir? Wir lernen, dass wir uns nicht mehr auf die Straße trauen. Denn ob wir jetzt die Prügel sofort beziehen, weil wir die Burka beim Verlassen des Hauses nicht anziehen oder später, weil wir ein Bußgeld mitgebracht haben, das ist eigentlich egal… oder? Wir wagen uns also einfach gar nicht mehr vor die Tür, was sicherlich auch Prügel bedeutet, da wir unseren Pflichten, also Haushalt und Kinderbetreuung so nur noch eingeschränkt nachgehen können.Im Grunde leben wir von jetzt an in Angst und Schrecken und egal, was wir machen, es führt zu Prügel. Vorher gab es wenigstens noch einen Weg halbwegs ohne Prügel durch’s Leben zu kommen, der ist uns nun versperrt. Herzlichen Dank. 🙂

Die vermeintliche „Hilfe“ für die unterdrückten Frauen ist also genau das Gegenteil. Die Frauen, die tatsächlich in der Sitatuion sind in eine Burka gezwungen zu werden, werden von der Straße verbannt. Und es ist tatsächlich so: Die Frauen werden verbannt. Nicht die Burka. Daher ist es einfach eine dreiste Lüge (oder halt alternativ extreme Dummheit, denn das, was ich hier bisher geschrieben haben, hat mein Hirn nicht wirklich groß angestrengt, da hätte jeder selber drauf kommen können!), wenn ein Burka-Verbot mit der Hilfe für unterdrückte Frauen begründet wird.

Von wegen Hilfe für unterdrückte Frauen…

Die Leute, die so ein Verbot fordern sollten da ruhig ehrlich sein. Es geht hier nicht darum irgendjemandem zu helfen. Alle die das glauben, sollten die eben vorgeführte kleine Reise ruhig einmal in ihrem eigenen Kopf veranstalten. Auch wenn man meine absichtliche Überspitzung und das Spiel mit Vorurteilen weg lässt, kommt man zu demselben Ergebnis. Es kostet auch nicht wirklich viel Zeit sich einmal ein wenig in die unterdrückte Ehefrau oder den prügelnden Ehemann hineinzuversetzen.

Über den wahren Grund des Verbotes kann man daher nur spekulieren. Am wahrscheinlichsten halte ich, dass etwas „Fremdes“, etwas, was den traditionsbewussten Bürgern nicht gefällt, einfach von „ihren Straßen“ verschwinden soll. Wenn dabei ein paar tausend Frauen auf der Strecke bleiben, dann wird das als notwendiges Opfer bereitwillig hingenommen. Es ist doch sogar so, dass sich das traditionelle Frauen und Familienbild kaum von der Familie mit der in die Burka gezwungenen Frau unterscheidet. Wäre da nicht dieser eine optische Unterschied könnte man meinen, man ist in Bayern auf dem Land, „wo die Welt noch in Ordnung ist“. Insofern kann man sogar mutmaßen, dass da bei einigen sogar ein wenig Neid mitspielt. Manche Männer wären vielleicht gerne selber der „starke“ Mann, dem die Frau bedingungslos gehorcht.

Damit man mich nicht falsch versteht: Ich will hier weder die Unterdrückung von Frauen verharmlosen noch halte ich die Burka für ein äußerst schützenswertes Kleidungsstück. Aber ist denn das Kleidungsstück für die unterdrückte Frau wirklich das größte Problem? Wäre es nicht sinnvoller sich Gedanken über Maßnahmen zu machen, die den Frauen wirklich helfen, anstatt hier Symbolpolitik zu betreiben und damit die unbedarfteren Wähler zufrieden zu stellen? Sollte man nicht lieber die Ursache, also die Unterdrückung der Frau bekämpfen als das vermeintliche Symptom, die Burka?

Irgendwo habe ich einmal gelesen: „Man sollte das Kopftuch in den Köpfen bekämpfen, nicht das Kopftuch auf den Köpfen.“. Und das ist genau das, worum es geht… wenn man das Kopftuch oder die Burka als Symbol der Unterdrückung verbieten will, dann sollte doch gerade den Deutschen auffallen, dass Verbote von Symbolen nicht viel bringen. So ist das Hakenkreuz seit dem zweiten Weltkrieg als Zeichen des Nationalsozialismus verboten. Es gibt aber immer noch (Neo-)Nazis die auch weiterhin das Hakenkreuz verwenden. Das Verbot das Symbols ist schlicht sinnlos, gegen die (Neo-)Nazis kommt man nur mit Aufklärung an.

Und genau da sollte man auch bei den unterdrückten Frauen ansetzen, bei der Aufklärung. Wie wäre es mal, wenn man den betroffenen Frauen ihre Rechte erklärt? Und auch den betroffenen Ehemännern? Man kann sich doch recht sicher sein, dass die meisten überhaupt keine Ahnung haben, welche Freiheiten sie genießen. Natürlich kann man auch die Arme verschränken und sagen: „Wenn die das wissen wollten, dann hätten sie sich ja selber informieren und integrieren können.“ Aber damit macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach.

Vor allem ist es eine tolle Begrüßung in der „westlichen Freiheit“, wenn das erste, was man erlebt, ein Verbot von einem Kleidungsstück ist, was man schon seit Jahren täglich trägt. Wie soll so jemals der Grundgedanke der Freiheit verstanden werden?

Hier haben offensichtlich ganze Völker zu wenig nachgedacht…

 

Fußnoten:

  1. 25€ wird es in Belgien geben, andere Länder können da ggf. abweichen []
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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

6 Gedanken zu „Verbannung der Frauen

  1. Zeromant

    Gibt es eigentlich irgendwo belastbare Erkenntnisse, dass Aufklärung tatsächlich gegen Neonazis hilft? Ich würde es mir ja wünschen, aber irgendwie haben wir in Deutschland zwar verdammt viel Aufklärung, aber eben auch verdammt viele Neonazis…

    Ansonsten wirfst Du den Initiatoren dieses Gesetzes zwar vor, das Ganze genügend durchdacht zu haben, aber so richtig machst Du mir auch nicht den Eindruck, alles durchdacht zu haben. Zum Beispiel setzt Du selbstverständlich voraus, dass Frauen, die vorher mit Burka auf die Straße gingen, nun von ihren Männern zu Hause eingesperrt werden – aber andererseits sprichst Du doch auch von den armen, unterdrückten Frauen, die von ihren Männern zu Besorgungen auf die Straße geschickt werden. Ja, was denn nun? Gehen die Männer jetzt doch selbst einkaufen?

    Dann sprichst Du mit keinem Wort die Wirkung an, die ein Verschwinden der Burka von der Straße hat. Du sagst, das erste, was diese Frauen von unserer freiheitlichen Gesellschaft mitbekommen ist, dass ihnen verboten wird, ein traditionelles Kleidungsstück zu tragen. Wie eist es anders herum: Das erste, was diese Frauen mitbekommen ist doch zur Zeit, dass es auch bei uns völlig normal ist, dass Frauen mit Ganzkörperschleier herumlaufen! Welche Signalwirkung ist denn schlimmer?

    Überhaupt arbeitest Du hier genüßlich mt dem Klischee, dass die armen, eigentlich freiheitsliebenden Frauen gegen ihren Willen von ihren prügelnden Männern zum Burkatragen gezwungen werden. Tatsächlich aber sind es in maßgeblicher Weise auch gerade die Frauen, welche diese Tradition an ihre Töchter weitergeben und von diesen einfordern! (Bei Beschneidungen in Afrika ist es übrigens ganz genauso.)

    Was Du bei Deiner Argumentation völlig ignorierst ist schlicht der Druck, der auf islamische Frauen (und auch Männer) innerhalb ihrer „Parallelgesellschaft“ ausgeübt wird. Ziel dieser Gesetzgebung ist es, diesen Druck zu verringern; islamischen Männern und Frauen, die möglicherweise selbst durchaus willens wären, von ihrer strengen Tradition abzuweichen die Möglichkeit zu geben zu sagen: „Ja, wir leben nun einmal in Belgien/Frankreich/Deutschland, und hier ist es verboten, die Burka zu tragen“, anstatt sich anhören zu müssen, dass ihre Frauen und Töchter gottlose Huren sind, weil sie sich nicht anständig kleiden.

    Und ich will eigentlich auch nicht mehr die Argumentation von „traditioneller Kleidung“ lesen. Das kann man bei der Kopftuchdiskussion ja noch verwenden, aber die Burka ist völlig zweifelsfrei ein Gegenstand der Unterdrückung. Wenn Fußfesseln oder Nasenring und Strick „traditionell“ wären, wäre kaum ein Unterschied zu bemerken.

  2. Moses Beitragsautor


    Zeromant:

    Gibt es eigentlich irgendwo belastbare Erkenntnisse, dass Aufklärung tatsächlich gegen Neonazis hilft? Ich würde es mir ja wünschen, aber irgendwie haben wir in Deutschland zwar verdammt viel Aufklärung, aber eben auch verdammt viele Neonazis…

    Naja… „verdammt viele“ halte ich für übertrieben… Was aber wichtiger ist: Der größte Teil der Bevölkerung steht (Neo-)Nazis doch eher ablenend gegenüber. Das ist in anderen Ländern deutlich anders, z.B. Italien (ok, strenggenommen steht man dort nicht den Nazis, sondern italienischen Faschisten recht offen gegenüber) oder besonders in den USA, wo es regelrechte Hitler-Kulte gibt, die von einem großen Teil der Bevölkerung auch nicht als Bedrohung angesehen werden.

    Ansonsten wirfst Du den Initiatoren dieses Gesetzes zwar vor, das Ganze genügend durchdacht zu haben, aber so richtig machst Du mir auch nicht den Eindruck, alles durchdacht zu haben. Zum Beispiel setzt Du selbstverständlich voraus, dass Frauen, die vorher mit Burka auf die Straße gingen, nun von ihren Männern zu Hause eingesperrt werden – aber andererseits sprichst Du doch auch von den armen, unterdrückten Frauen, die von ihren Männern zu Besorgungen auf die Straße geschickt werden. Ja, was denn nun? Gehen die Männer jetzt doch selbst einkaufen?

    Das ist doch genau das Dilemma. Wenn man sich auf den Standpunkt stellt, dass die Frauen dazu gezwungen werden eine Burka zu tragen, dann entfällt der Zwang ja nicht durch ein Gesetz. Insofern können sie sich entscheiden: Ständig gegen das Gesetz zu verstoßen oder eben nicht auf die Straße zu gehen. Was die Frau/der Mann dann tun, wird wohl im Einzelfall anders aussehen… im schlimmsten Fall stellt sich wahrscheinlich die gesamte Familie gegen den Rechtsstaat als solchen. Dass aber der Frau in ihrer Unterdrückung geholfen wäre, sehe ich nicht.

    Dann sprichst Du mit keinem Wort die Wirkung an, die ein Verschwinden der Burka von der Straße hat. Du sagst, das erste, was diese Frauen von unserer freiheitlichen Gesellschaft mitbekommen ist, dass ihnen verboten wird, ein traditionelles Kleidungsstück zu tragen. Wie eist es anders herum: Das erste, was diese Frauen mitbekommen ist doch zur Zeit, dass es auch bei uns völlig normal ist, dass Frauen mit Ganzkörperschleier herumlaufen! Welche Signalwirkung ist denn schlimmer?

    Naja, „völlig normal“ ist ja ziemlich übertrieben. Man geht davon aus, dass in Deutschland ca 4500 Frauen in Vollkörperschleiern herumlaufen, da ist die Chance auf jemanden mit Burka zu treffen bei 80 Mio Menschen doch eher gering. 😉
    Daher kann auch kaum der Eindruck entstehen, dass es hier völlig normal ist, dass Frauen in Ganzkörperschleiern herumlaufen. Wenn man überhaupt einer Frau mit Burka begegnet, dann hat man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vorher/nachher schon „normal“ gekleidete Frauen gesehen. Und dann ist das Signal nämlich genau das, was es sein sollte: Man darf hier tragen, was man will.
    Das ist meiner Meinung nach eine deutlich bessere Signalwirkung als: „Trag, was wir tragen, sonst gibt’s Ärger.“. Vor allem das Argument der „Kulturellen Anpassung“ find ich immer wieder merkwürdig. Wie viele europäische Frauen tragen denn Kopftücher/Burkas, wenn sie in arabische Länder reisen/ziehen? Wird dort verlangt, dass sie solche Kleidungsstücke tragen? Soweit ich weiß nicht, zumindest hat mir das bisher noch kein Reiseführer empfohlen.

    Überhaupt arbeitest Du hier genüßlich mt dem Klischee, dass die armen, eigentlich freiheitsliebenden Frauen gegen ihren Willen von ihren prügelnden Männern zum Burkatragen gezwungen werden. Tatsächlich aber sind es in maßgeblicher Weise auch gerade die Frauen, welche diese Tradition an ihre Töchter weitergeben und von diesen einfordern! (Bei Beschneidungen in Afrika ist es übrigens ganz genauso.)

    Das ist richtig, dass ich mit diesem Klischee arbeite. Es ist genau das Klischee, was die Befürworter solcher Verbote ebenfalls nutzen. Zitat: „Die Frauenhäuser sind voll von Frauen, die verprügelt werden, wenn sie ihre Burka/ihr Kopftuch nicht anziehen wollen.“ Das hört man genauso immer und immer wieder in der Diskussion, daher habe ich dieses Klischee hier mit voller Absicht aufgegriffen.
    Das sich an der gesamten Situation aber viel ändert, wenn man den „prügelnden Mann“ durch die einen nicht prügelnden Mann, eine „traditionsbewußte“ Mutter oder möglicherweise sogar gegen einen radikalen Iman austauscht, sehe ich nicht. In jedem Fall gerät die Frau in einen Interessenkonflikt zwischen dem Zwang eine Burka zu tragen und dem Gesetz, aus dem sich die Auswege bieten Gesetze zu brechen oder von den Zwingenden wegzulaufen… ist das denn die richtige Intention für ein Gesetz?

    Der Springende Punkt hier ist der: Die Befürworter sagen „die Frau wird unterdrückt und gezwungen eine Bruka zu tragen“. Die Folgerung ist, dass sie die Burka verbieten. Meine Frage ist, wie damit der Zwang abgestellt werden soll. Das sehe ich nicht und dafür habe ich bisher kein vernünftiges Argument gehört. Meiner Meinung nach bleibt der Zwang und steht dann mit dem Gesetz in Konflikt und den Konflikt darf die „arme unterdrückte Frau“ dann austragen. Keine große Hilfe…

    Was Du bei Deiner Argumentation völlig ignorierst ist schlicht der Druck, der auf islamische Frauen (und auch Männer) innerhalb ihrer “Parallelgesellschaft” ausgeübt wird. Ziel dieser Gesetzgebung ist es, diesen Druck zu verringern;

    Wie kann man mit „mehr Druck“ (ein Verbot macht jawohl immer mehr Druck) Druck verringern? Richtig: Durch eine Explosion. 😉

    islamischen Männern und Frauen, die möglicherweise selbst durchaus willens wären, von ihrer strengen Tradition abzuweichen die Möglichkeit zu geben zu sagen: “Ja, wir leben nun einmal in Belgien/Frankreich/Deutschland, und hier ist es verboten, die Burka zu tragen”, anstatt sich anhören zu müssen, dass ihre Frauen und Töchter gottlose Huren sind, weil sie sich nicht anständig kleiden.

    Diese Möglichkeit haben sie auch ohne ein Verbot von Kleidungsstücken, wenn man das „verboten“ durch „unüblich“ ersetzt. Zugegeben, dann klingt es nicht mehr ganz so stark. Aber besser wäre auch, wenn sie sagen: „Unsere Tochter darf selber entscheiden, was sie trägt und wie sie das mit der Religion ansieht, denn wir leben hier in einem Land mit Religionsfreiheit.“. Diese Menschen gibt es und die argumentieren auch so (ich kenne selber Muslime, die das genauso darstellen). Sicher werden die mit Repressionen durch Radikale belegt. Umso wichtiger wäre es, diese Menschen in unserer Gesellschaft aufzunehmen (was nicht geschieht) und nicht über die Verbote von unüblichen Kleidungsstücken zu diskutieren.
    Es ist ja auch nicht so, dass radikale Christen Mini-Röcke oder gar Hosen für Frauen gut fanden, in den 50er Jahren. Trotzdem ist es mittlerweile normal, dass Frauen diese Kleidungsstücke tragen und dafür war es nicht notwendig traditionelle Kleidungsstücke zu verbieten.

    Und ich will eigentlich auch nicht mehr die Argumentation von “traditioneller Kleidung” lesen. Das kann man bei der Kopftuchdiskussion ja noch verwenden, aber die Burka ist völlig zweifelsfrei ein Gegenstand der Unterdrückung. Wenn Fußfesseln oder Nasenring und Strick “traditionell” wären, wäre kaum ein Unterschied zu bemerken.

    Dann kannst du dich auch nicht dem „Klischee des prügelnden Ehemannes“ verweigern.

    Es geht mir im ganzen nicht darum, dass tragen von Burkas zu befürworten oder zu erlauben. Gerade, wenn man, so wie du, die Burka als „Gegenstand der Unterdrückung“ sieht, dann kann es doch nicht sinnvoll sein, diesen Gegenstand als Symbol der Unterdrückung zu verbieten, aber gegen die eigentliche Unterdrückung nichts zu tun.
    Die Frage ist ja, welche anderen Rechte der Frauen verletzt werden, die Burkas tragen.
    Dürfen diese Frauen arbeiten? Dürfen sie sich ihren Ehemann selber aussuchen? Dürfen sie wählen? Dürfen sie an üblichen Freizeitaktivitäten teilnehmen? Werden sie tatsächlich geprügelt? Dürfen sie ihr eigenes Geld besitzen?
    Und was ändert sich an all dem dadurch, dass man die Burka verbietet? Genau: Nichts. Und das ist das eigentliche Problem, was ich mit dem Verbot habe… gerade, wenn man davon ausgeht, dass Frauen die Burka nur unter Zwang tragen, dann sollte man sich dafür einsetzen, dass dieser Zwang abgebaut wird und die Rechte der Frauen vollständig anerkannt werden. Dann verschwindet doch die Burka von alleine.

    Bis dahin taugt die Burka aber gut als Indikator, wie erfolgreich diese Bemühungen die Rechte der Frauen wiederherzustellen bisher waren… Ansonsten muss man tatsächlich davon ausgehen, dass die bisher Burka-tragenden Frauen einfach irgendwo versteckt werden und sich weiter niemand darum kümmert ihre vollständigen Rechte zu verteidigen. Es war noch nie eine gute Idee nur das Symptom zu bekämpfen… und das ist genau das, was hier wieder passieren soll: Schön unter den Teppich kehren. Nein, die unterdrückten Frauen sollen ruhig weiter in Burka herumlaufen, damit man auch weithin sieht, dass sie unterdrückt werden und dass es noch viel zu tun gibt. Sonst tut es nämlich niemand und die Politik schon gar nicht. Dieses Verbot schädigt die Frauen, denen man vordergründig zu helfen vorgibt, genau dadurch, dass man sie in Vergessenheit geraten lässt und das eigentliche Problem nicht angeht.

    1. Zeromant

      Die Burka ist sowohl Symbol, als auch Mittel der Unterdrückung. Sie abzuschaffen, ist für sich bereits eine Verminderung dieser Unterdrückung, aber der Symbolwert ist ebenfalls bedeutend. Die Aussage „wir erleuben die Burka“ entspricht der Aussage „wir gestatten die Unterdrückung der Frau“. Dieser Aussage muss widersprochen werden. Natürlich sind damit nicht alle Probleme plötzlich gelöst, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung und eine Verbesserung der Situation.

      Es ist auch ein Unterschied, ob Männer (Familen) ihre Frauen dazu zwingen etwas zu tun, was das Gesetz erlaubt, oder eben etwas, was das Gesetz ausdrücklich verbietet! Wir verlangen ansonsten ein unrechtsbewusstsein für etwas, was nach unseren eigenen Gesetzen gar kein Unrecht ist – wie wollen wir das vermitteln?

      Deine Rechnung mit 4500 burkatragenden Frauen auf 80 Millionen Einwohner ist natürlich völlig irrelevant. Maßgeblich ist selbstverständlich das soziale Umfeld dieser Frauen, nicht die Gesellschaft, welche von fundamentalen Muslimen nicht akzeptiert wird, und von der sie sich abschotten.

      Ich sehe, ehrlich gesagt, auch keine Gefahr, dass Frauen durch dieses Verbot in Vergessenheit geraten – jedenfalls nicht mehr, als sie jetzt bereits vergessen werden. Sicherlich wird es Einzelfälle geben, in denen Frauen deswegen tatsächlich zu Hause eingesperrt werden (aber was wissen wir denn darüber, wie vielen Frauen das heute bereits so geht, und inwieweit die Situation für Frauen, die das Haus in Burka verlassen dürfen, überhaupt spürbar besser ist?) Sehr wahrscheinlich aber wird dieses Verbot letztendlich zu zwei Entwicklungen führen: Frauen, die fortan ohne Burka das Haus verlassen dürfen (eine absolut zu begrüßende Entwicklung, da sie Zeichen setzt und auch das Ich-Gefühl dieser Frauen positiv beeinflußt), und Familien, welche das Land verlassen und zurück in Gegenden kehren, in denen ihnen weiterhin gestattet wird, ihre Frauen nach Belieben zu unterdrücken (letztlich auch eine zu begrüßende Entwicklung, denn diese Familien lassen sich leider eh nicht in eine freiheitliche Gesellschaft integrieren, tragen aber dazu bei, dass das Klima für den Großteil der weiterhin bei uns lebenden, gemäßigteren Muslime weniher oppressiv und freiheitlicher wird).

      Symptome zu bekämpfen und Symbole zu bekämpfen, sind äusserst unterschiedliche Dinge. Schon allein deswegen ist das Burka-Verbot sinnvoll. Darüberhinaus ist die Burka jedoch unmittelbar Teil der Unterdrückung, und sie abzuschaffen, verringert ganz unmittelbar das Maß an Unterdrückung.

  3. Moses Beitragsautor


    Zeromant:

    Die Burka ist sowohl Symbol, als auch Mittel der Unterdrückung.

    Das sehe ich nicht so. Ich versteh nicht, wo dieses Kleidungsstück ein Mittel der Unterdrückung sein soll. Es entspricht vielleicht nicht unseren lokalen modischen Vorstellungen… Aber, was du da als Unterdrückung ansiehst, weiß ich nicht.

    Es ist auch ein Unterschied, ob Männer (Familen) ihre Frauen dazu zwingen etwas zu tun, was das Gesetz erlaubt, oder eben etwas, was das Gesetz ausdrücklich verbietet! Wir verlangen ansonsten ein unrechtsbewusstsein für etwas, was nach unseren eigenen Gesetzen gar kein Unrecht ist – wie wollen wir das vermitteln?

    Jemanden zu etwas zu zwingen, was er nicht will, ist auch jetzt schon verboten. Ob es dabei um unliebsame Kleidungsstücke oder andere Dinge geht, spielt keine große Rolle…

    Symptome zu bekämpfen und Symbole zu bekämpfen, sind äusserst unterschiedliche Dinge.

    Das sehe ich nicht so. Es gibt vielleicht einen kleinen Unterschied, nämlich den, dass die Bekämpfung eines Symptoms zu einer kurzfristigen Linderung des Problems führen kann, wohin gegen die Bekämpfung eines Symbols nicht einmal das vermag. Keines von beiden hat aber eine Chance darauf zu einem langfristigen Erfolg zu führen, zumindest nicht, wenn es nicht von weiteren Maßnahmen begleitet wird, die sich um die eigentliche Ursache des Problems kümmern. Und das fehlt hier, was weiterhin mein Kritikpunkt ist.

  4. Zeromant

    Die Bekämpfung von Symbolen ist sogar das effizienteste Mittel der Bekämpfung einer Ideologie (genau so wie das Einstehen für Symbole die effizienteste Methode ist, sie zu unterstützen). Warum kämpfen Soldaten für eine Flagge? Warum wird Wahlkampf über Personen, statt über Inhalte geführt?

    Jemanden zu etwas zu zwingen,w as dieser nich tun will, ist ABSOLUT LEGAL. Unsere ganze Gesellschaft beruht darauf. Ob der Staat seine Bürger zwingt, der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, die Eltern die Kinder, oder jeder Freundeskreis einander… Die MITTEL, mit denen wir einander zwingen, sind teilweise illegal. Sozialer Druck, finanzielle Notwendigkeit oder Weisungsbefugnis hingegen sind es meistens nicht. Gehe getrost davon aus, dass in der Regel keine Prügel notwendig sind, um Frauen zum Tragen der Burka zu zwingen.

    Oh, und wenn Du sagst, die Burka sei kein Mittel der Unterdrückung, dann zieh doch mal für ein par Tage eine an, dann wird Dir hoffentlich klar, was für ein Blödsinn das ist! Und komme mir nicht mir „die Frauen sind ja daran gewöhnt“ – an Fußfesseln können Menschen sich auch gewöhnen.

  5. Moses Beitragsautor


    Zeromant:

    Die Bekämpfung von Symbolen ist sogar das effizienteste Mittel der Bekämpfung einer Ideologie (genau so wie das Einstehen für Symbole die effizienteste Methode ist, sie zu unterstützen). Warum kämpfen Soldaten für eine Flagge? Warum wird Wahlkampf über Personen, statt über Inhalte geführt?

    Das effizienteste Mittel zur Bekämpfung einer Ideologie ist, die Ideologie als solche zu identifizieren und die damit verbundenen Denkfehler und Schwachpunkte in der Logik darzulegen.
    Wenn es so effektiv ist Symbole zu verbieten, warum gibt es dann immer noch Nazis in Deutschland, wenn ihre wichtigsten Symbole hier allesamt seit mehr als 60 Jahren verboten sind?

    Jemanden zu etwas zu zwingen,w as dieser nich tun will, ist ABSOLUT LEGAL. Unsere ganze Gesellschaft beruht darauf. Ob der Staat seine Bürger zwingt, der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, die Eltern die Kinder, oder jeder Freundeskreis einander… Die MITTEL, mit denen wir einander zwingen, sind teilweise illegal. Sozialer Druck, finanzielle Notwendigkeit oder Weisungsbefugnis hingegen sind es meistens nicht. Gehe getrost davon aus, dass in der Regel keine Prügel notwendig sind, um Frauen zum Tragen der Burka zu zwingen.

    Zwischen „jemanden zu etwas zwingen“ und „jemanden dazu bringen etwas (freiwillig) zu tun“ sehe ich einen sehr großen Unterschied. Sieht man einmal von dem „Eltern“-Beispiel ab, wo tatsächlich der Zwang notwendig ist, hat die „gezwungene“ Person in all deinen Beispielen Alternativen (der Bürger kann ausreisen, der Arbeitnehmer muss nicht beim Arbeitgeber arbeiten, sondern kann sich einen anderen suchen, Freundeskreise kann man wechseln). Warum tun die Leute das nicht? Weil sie dazu gebracht werden etwas „freiwillig“ zu tun, und dann tuen sie es auch gerne und ohne Zwang.

    Das trifft sicherlich auf Burka-tragen genauso zu. Ich bin nicht der Meinung, dass dafür Prügel notwendig sind. Ich bin viel eher der Meinung, dass die meisten Frauen das Tragen der Burka nicht als „Zwang“ ansehen, sondern dazu gebracht werden das freiwillig zu tun und das dann ggf. auch voller stolz freiwillig tun. Insofern hast du hier sogar Recht, wenn du sagst, dass ein Verbot helfen könnte den Leuten klar zu machen, dass sie etwas dummes tun. Das Problem ist nur: Gesetze, die Leute davon abhalten wollen, dass sie etwas dummes tun, sind meistens die schlechtesten Gesetze und helfen denen, die vorher darüber nachgedacht haben, nicht weiter.

    Das Frauen unter Druck gesetzt werden bei ihrer Kleidungswahl ist übrigens auch nichts, was sich auf die Burka beschränkt. Ganz im Gegenteil… hast du schon einmal in die Schuluniform-Diskussion reingeschnuppert? Oder z.B. Bademode? Ich kann mich an einen Vorfall vor einigen Jahren erinnern… wir wollten mit ein paar Freundinnen ins Schwimmbad. Das Vorhaben ist daran gescheitert, dass keine der Damen sich im Stande sah einen Bikini anzuziehen und das Anziehen eines Badeanzuges stand einfach außer Diskussion. Traurigerweise ist die Kleiderordnung hier ähnlich streng, wie im Iran, sie ist nur nirgendwo aufgeschrieben… weshalb es auch wenig Sinn macht einzelne Kleidungsstücke zu verbieten, man sollte lieber die Kleiderordnung einmal aufschreiben, das würde einigen Frauen sehr helfen.

    Oh, und wenn Du sagst, die Burka sei kein Mittel der Unterdrückung, dann zieh doch mal für ein par Tage eine an, dann wird Dir hoffentlich klar, was für ein Blödsinn das ist! Und komme mir nicht mir “die Frauen sind ja daran gewöhnt” – an Fußfesseln können Menschen sich auch gewöhnen.

    Fußfesseln sind unwahrscheinlich unpraktisch. Eine Burka ist aber genau das Gegenteil: Das Kleidungsstück wird in Afghanistan/Pakistan von den Paschtunen schon seit Jahrhunderten getragen (und das die meiste Zeit eben ohne Zwang!), gerade weil es in der Region unheimlich praktisch ist (Wärmehaushalt). Die Männer in der Region tragen nicht umsonst ähnliche Kleidungsstücke. Außerdem sollte nicht außer acht gelassen werden, dass eine Burka ausschließlich außerhalb des Hauses getragen wird.
    Was mich zu der Frage bringt: Wie lange hattest du denn schon einmal eine Burka oder ein vergleichbares Kleidungsstück an? 😉

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