Muttermilch Käse

Heute einmal eine Kuriosität, bei der man sich eigentlich fragen muss, warum man sie für kurios hält. Ein New Yorker hat aus den Resten Muttermilch, die seine Frau abgepumpt hat, aber die Tochter nicht mehr trinken mochte, einen Käse hergestellt und ein entsprechendes Rezept veröffentlicht.

Interessant ist, dass mir die Vorstellung Käse aus Muttermilch zu essen, irgendwie auch nicht direkt zusagt. Ich muss sagen, dass das Bild zu dem Rezept schon sehr lecker aussieht, und ich das ganze sicherlich probieren würde. Aber wie im Artikel auf FTD schon steht, scheint es bei Körpersäfte von Menschen, im Gegensatz zu denen von Tieren, eine ethnische Hürde vor dem Verzehr zu geben. So fragt sich sogar der Koch, der das Rezept online gestellt hat, ob es ethnisch korrekt ist die Muttermilch so zu verarbeiten. Da fragt man sich schon, woher das kommt. Der biologische Unterschied zwischen Kuhmilch und Muttermilch ist ja nun wirklich nicht groß.

Wahrscheinlich ist man einfach bei der „Herstellung“ viel näher dran. Bei Kuhmilch und anderem ist das produzierende Wesen ja eher weit weg, aber Muttermilch wird halt von unseren nächsten Menschen oder gar von uns selbst produziert. Schon interessant, die Gefühlen, die da hochkommen. 😉

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

Ein Gedanke zu „Muttermilch Käse

  1. Sababa

    Ich wuerd es essen, keine frage. Zudem ist milch vom menschen besser vertraeglich fuer unsere spezies.

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