Italiens Rechte begräbt kulinarische Vielfalt

Ich fand ja Fremdenfeindlichkeit und Ressentiments gegen Ausländer aus traditionalistischen Gründen schon immer ziemlich suspekt. Das kann man sicherlich auch aus dem ein oder anderen Beitrag hier raus lesen. Aber was die Italiener im Moment treiben, das schießt doch den Vogel ab. Da werden öffentlich Dönerbuden und ähnliches als „fremd“ geächtet und in manchen Regionen schon verboten, aber der Landwirtschaftsminister wirbt für den „McItaly“, der bei McDonnalds verkauft wird [1].

Nun ist der „McItaly“ zwar ein Burger, der mit italienischen Zutaten (Fleisch, Käse, usw.) produziert wird, aber McDonnalds ist jetzt nicht unbedingt das typisch italienische Unternehmen. Viel mehr ist es ein Weltkonzern und dem zu liebe kleine Unternehmen wie Dönerbuden zu opfern, erscheint Volkswirtschaftlich nicht sinnvoll. Im Gegensatz zu den Dönerbuden wird auch McDonnalds Italien das meiste seiner Gewinne außer Landes bringen und dem amerikanischen Mutterkonzern und dessen Aktionären zu Gute kommen lassen.

Aber was will man von einem Minister erwarten, der nicht einmal Ananas isst, weil sie zu unitalienisch ist. Beim Essen hört für mich der Spaß auf, da bin ich echt froh nicht in Italien zu leben und einigermaßen kulinarische Vielfalt genießen zu können. 🙂

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.