Verschmutzung der Meere

Laut einem internen Dokument, dass Spiegel-Online vorliegt [1], sind die Meere mittlerweile extrem verschmutzt und, was noch schlimmer ist, alle Versuche die Verschmutzung einzudämmen sind kläglich gescheitert.

Die Meere sind mittlerweile so verschmutzt, dass die meistens Vögel Kunststoffteile im Bauch haben, die sie nicht mehr loswerden und auf Flächen im Ozean mehr Plastik gefunden wird, als Plankton. Die Lage ist grundsätzlich als kritisch anzusehen.

Trotzdem taugen die Bestimmungen zum Schutz der Meere nicht. Die Strafen sind größtenteils vernachlässigbar und Kontrollen finden so gut wie gar nicht statt. Wie sollen dann Verbote irgendeinen Ansporn geben eine teure Entsorgung im Hafen zu nutzen?

Hier muss ganz klar an zwei Fronten gekämpft werden: Die Müllentsorgung im Hafen muss kostenlos sein und Schiffe, die keinen Müll oder unrealistisch wenig entsorgen müssen genauer kontrolliert und bestraft werden, da der Müll sehr wahrscheinlich im Meer gelandet ist.

Es ist allerdings fraglich, ob solche Maßnahmen durchgesetzt werden. Denn wie groß ist denn das Interesse der „breiten Öffentlichkeit“ an so etwas unwichtigem, wie den Meeren. Außerdem zahlt für den Schutz der Meere keine Lobby Geld. Eher im Gegenteil: Der Schutz der Meere ist für Containerschiffe und Fischer nur lästig und verursacht Kosten. Da gibt es sicherlich eine Lobby, die sich gegen den Schutz der Meere einsetzt. 😉

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

3 Gedanken zu „Verschmutzung der Meere

  1. Lebenssonde

    Wie willst du eigentlich nachweisen, dass die Schiffsbesatzung der Schiffe mit zu wenig Müll den Müll auch tatsächlich ins Meer weggeworfen haben? Es wäre ja dasselber als wenn ich automatisch schwarzarbeiten müsste, wenn ich weniger als Durchschnittlich Geld auf meinen Konto bekommen würde.

  2. Moses Beitragsautor

    Naja, es gab die Idee eines „Mülltagebuchs“, aber so richtig überzeugend fand ich das auch nicht. Es ist richtig, dass die Kontrolle im Hafen nicht wirklich „fail proof“ ist. Insbesondere wäre es schlimm, wenn man dann Leute, die einfach weniger Müll produzieren so bestraft.

    Ich würde daher auch keine Strafen direkt ansetzen, wenn zu wenig Müll abgeliefert wird, sondern dieses Schiff und seine Besatzung dann genauer kontrollieren. Wahrscheinlich reicht es meistens schon die Besatzungsmitglieder einfach alle zu befragen, um herauszufinden, dass Müll über Bord gegangen ist. 😉

    Bei wiederholten Verdachtsfällen müsste man dann Ermittler haben, die einfach mitfahren (und dann vom Schiffseigner durch gefüttert werden müssen ;)) und kontrollieren, was so mit dem Müll passiert.

  3. Sababa

    Nunja in der vergangenheit haben wir doch schon gelernt das verbote und gesetze nicht all zu viel helfen. Wie waer es denn wenn die muellentsorgung subventioniert wird aber die versteuerung des profites ein bisschen hoeher ausfaellt? Das wuerde der board crew die motivation nehmen dinge einfach wegzuschmeissen…

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