Dieter Althaus (CDU), ehemaliger Thüringer Ministerpräsident, wechselt von der Politik in die Wirtschaft, nämlich zum Autobauer Magna. Ganz offen gibt er dabei zu, dass Magna auf Ihn zugekommen sei und nicht umgekehrt.
Unter anderen lobt auch seine ehemalige Chefin Christine Lieberknecht (CDU) und aktuelle Ministerpräsidentin in Thüringen lobt den Jobwechsel. Magna selber freut sich gerade auf die viele Beziehungen in Politik und Wirtschaft, die Althaus im neuen Job nutzen könne.
Ja, da ist es ja gut, dass Magna nun endlich einen vernünftigen Weg gefunden hat, wie sie die Politik beeinflussen können. Denn wofür sollten diese Verbindungen sonst genutzt werden, wenn nicht dafür die Meinung von Politikern (also guten Bekannten von Althaus) zu beeinflussen und damit möglichst günstige Entscheidungen für den neuen Arbeitgeber raus zu holen. Wer lässt sich nicht von einer hitzigen Diskussion bei einem kalten Bier von seinen engsten Freunden beeinflussen? Wie kann man auch noch öffentlich gut heißen, dass so etwas für wirtschaftliche Interessen missbraucht werden soll?
Natürlich ist Althaus nicht der erste Politiker, der in die Wirtschaft wechselt mit dem Ziel effektiven Lobbyismus zu betreiben. Er wird wohl leider auch nicht der letzte sein. Da stellt sich allerdings die Frage: Wer wird als Lobbyist für die Bevölkerung tätig?