Merkels wirksame Strategie zum Machterhalt

Die FDP befindet sich in einem Tief, so tittelt zumindest Spiegel-Online. Umfragewerte der Partei und auch die Popularität von Frontman Guido Westerwelle befinden sich im Sinkflug. Es scheint ein ganz normales Phänomen in Deutschland, dass Politiker an der Macht mit sinkender Popularität zu kämpfen haben.

Anders ist es allerdings bei Angela Merkel. Ihre Popularität ist in den letzten Jahren ihrer Kanzlerzeit, durchaus stabil, auf einem hohen Level geblieben. Wie sie das erreicht, ist eigentlich denkbar einfach: Sie tut einfach so, als ob sie gar nicht an der Macht wäre. Bei Streitigkeiten oder Richtungsdiskussionen ist sie nicht zu sehen oder zu hören und so weiß auch niemand, wofür sie eigentlich steht. Wenn sie tatsächlich die Regierung lenken sollte, dann tut sie dies fernab der Öffentlichkeit in ruhigen Hinterzimmern.

Diese Strategie scheint ihrer Popularität durchaus zuträglich zu sein, auch wenn man meinen könnte, dass ein Anführer, der gar nicht führt, schlechter ist als jeder andere Anführer, insbesondere in Zeiten, in denen alle von Krise reden. Da hätte sich der Guido besser vorher von der Angela beraten lassen.

Aber Merkels Strategie hat ja auch wenig mit Deutschland oder dem Wohlergehen der Bevölkerung zu tun. Sie will in die Fußstapfen ihres Ziehvaters Helmut Kohl treten und möglichst lange an der Macht bleiben. Wenn dabei der ein oder andere auf der Strecke bleibt, sind das halt notwendige Bauernopfer.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.

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