Terroristen erhalten Unterstützung von englischer Sicherheitsfirma

Eigentlich ist der Bericht über einen unwirksamen Sprengstoffschnüffler allein schon so lustig (und auch traurig), dass man dazu kaum noch einen Kommentar abgeben muss…

Kurze Zusammenfassung: Der Irak hat für 85 Millionen Dollar 1200 Sprengstoffschnüffler einer englischen Sicherheitsfirma gekauft. Die Geräte sollten angeblich ohne Batterien funktionieren und ihre Energie alleine durch den Stechschritt der Sicherheitskräfte gewinnen, die mit dem Gerät um das zu prüfende Auto herum laufen sollten. Dieses Schauspiel allein muss schon lachhaft gewesen sein. Das Gerät sollte dabei alle möglichen Sprengstoffe aus der Luft erschnüffeln und dann mit Antennen vorne am Gerät ausschlagen.

Das Perfide an dem Gerät: Es konnte nicht funktionieren, sondern war eine reine Attrappe, was aber erst vor kurzem die Universität Cambridge herausgefunden hat. Die Sprengstoffschnüffler waren über Jahre im Einsatz und haben sehr wahrscheinlich einige der letzten Attentate im Irak erst ermöglicht.

Mit ein wenig Paranoia kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass die Terroristen selber bei diesem Geschäft die Finger im Spiel gehabt haben müssen. Gleichzeitig die Sicherheitskräfte durch ein merkwürdiges Schauspiel demütigen und ungestört Sprengstoff verteilen können, das ist doch wohl zu verlockend.

Dieser Beitrag wurde unter Weltgeschehen abgelegt am von .

Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.