Guantanamo – Vorbereitung auf die Zukunft

Anfang Januar ging die Meldung durch die Medien, dass ein Fünftel der freigelassenen Guantanamo Häftlinge rückfällig wird und sich wieder al-Quaida oder anderen Terrororganisationen anschließt.

Ich finde es interessant, dass es nur ein Fünftel der Häftlinge ist. Denn:

  • Die Häftlinge sind ursprünglich verdächtigt worden, Terroristen zu sein
  • Sie werden seit Jahren ohne irgendein Verfahren oder sonstige Rechte festgehalten
  • Sie werden an einem Ort festgehalten, der sehr weit von allen Verwandten oder Freunden entfernt ist
  • Die Behandlung ist nicht gerade die beste…

Was für eine Chance soll also so ein Mensch haben, der mehrere Jahre seines Lebens völlig isoliert festgehalten wurde, ohne die Möglichkeit seine Unschuld zu beweisen oder wenigstens soziale Kontakte zu seinem früheren Leben aufrecht halten zu können?

Außerdem wird diese Behandlung wohl kaum geeignet sein, das Bild des Westens, was in vielen islamischen Staaten so oder so recht übel ist, zu verbessern. Immerhin werden hier die Menschenrechte, deren Verletzung wir bei anderen Völkern immer direkt kritisieren, seit Jahren mit Füßen getreten.

Es wird den Menschen so jegliche Möglichkeit genommen, ein „normales“ Leben zu führen – und gleichzeitig der Hass auf den Westen extrem gefördert. Was soll dabei herauskommen, außer Terroristen? Wenn Guantanamo eines ist, dann ist es eine Brutstätte für Terroristen.

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Über Achim

Ich bin in Bad Godesberg auf das Konrad Adenauer Gymnasium gegangen und habe dort 2002 mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Bonn Informatik studiert und habe den Studiengang 2008 mit Diplom abgeschlossen. Im Moment bin ich in der Forschung tätig. Außerdem bin ich einer von zwei Gründern von Tratschtante.de und im Moment hier der einzig aktive Schreiberling.