Die Flüchtlingsflut

Das Boot ist voll.. oder so.. Quelle: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/15681100

Das Boot ist voll.. oder so.. Quelle: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/15681100

Mit 10.000 Flüchtlingen aus Syrien ist Deutschland offensichtlich überfordert, wenn man der ein oder anderen rechtspopulistischen Partei oder deren Hetz-Medien glauben schenken will. Ok ok, es kommen noch ein paar Tausend Flüchtlinge aus anderen luxus Wohngegenden, wie Serbien und Afghanistan,  dazu. Aber es ist ganz offensichtlich: Das Boot ist voll. Eine weitere Flut in dem Ausmaß kann Deutschland auf keinen Fall verkraften in dem ein oder anderen Asylanten-KZ Wohnheim soll man schon gar nicht mehr treten können. Und es sollen auch schon welche ausgebrochen sein und ihr Unwesen in Berlin treiben. Nein, das Risiko, dass die Urbevölkerung mit Flüchtlingen oder gar Asylbewerbern kontaminiert wird, ist einfach viel zu hoch.

Wenn man so manche aufgeregte Haspropaganda hier so liest, könnte man meinen, man ist im Libanon. Da wohnen 4,5 Milionen Menschen, die sich um 1 Millionen (offizielle) Flüchtlinge aus Syrien kümmern. Die haben so etwas wie ein Flüchtlingsproblem. Aber die haben eine Lösung dafür: Die Flüchtlinge einfach mitmachen lassen.. arbeiten, Wohnung suchen, frei rumlaufen, Kultur schaffen. Wer hätte es gedacht. Das ist effektiver als die in staatlich Unterkünfte zu sperren, sich alle möglichen Repressalien zu überlegen und darauf zu warten, dass die Flüchtlinge hoffentlich bald die Lust verlieren und abhauen…

Was so alles mit Hinblick auf die Kinder gestoppt wird…

Ständig müssen die armen Kinder als Ausrede herhalten weil die “Erwachsenen” irgendwas nicht machen wollen. Letztes Beispiel: Die Energiewende retten. Dafür ist jetzt plötzlich kein Geld da, bzw. es dürfen blooooooooooooooooooß keine neuen Schulden im Haushalte gemacht werden… 7 lächerliche Milliarden Euro im Jahr. Für eine Zukunft in der Strom ohne laufende Kosten produziert wird, wo Deutschland seinen Strom unabhängig vom Ausland im eigenen Land produziert (Krimkrise *hint* *hint*), wo unsere Kinder vielleicht nicht unter schweren Klimaumwälzungen zu leiden haben, sondern nur halb so schlimmen…

Aber die Rente mit 63. Klar, die ist wichtig. Die Rente für Mütter? Da musste sich JETZT unbedingt was ändern. Das ging Jahrzehntelang so. Aber JETZT muss das unbedingt behoben werden, diese Ungerechtigkeit. Bei solchen Geschenken an die eigene Generation (insbesondere die der Politiker) sollte das Argument doch eher so gehen: Wenn wir uns das jetzt alles gönnen, dann müssen wir uns auch mal um die Kinder kümmern und gucken, dass wir deren Bedingungen für die Zukunft etwas verbessern. Also gerade die Energiewende vorantreiben. Gerade die Infrastruktur auf Vordermann bringen und nicht Investitionsstaus provozieren, weil wir auf die Budgets schielen und sonst nichts. Gerade in Bildung investieren und verhindern, dass da nur Hilfslehrer rumlaufen oder ausgebrannte Typen oder der Posten des Schulleiters so schlecht bezahlt wird, dass ihn keiner mehr machen will… und diese ganze Diskussion um die Schulden immer. Im Moment zahlt Deutschland Zinsen auf seine Anleihen die gerade so über der Inflation liegen. Auf Deutsch: Die Schulden kosten den Staat nicht einmal Geld! Traurig…

By Kuebi = Armin Kübelbeck (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

By Kuebi = Armin Kübelbeck (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Krimkrise: Putin einbinden

In der Krimkrise bzw. jetzt der Ukrainekrise wird ja viel mit Konfrontation gearbeitet. Da wird Putin beschuldigt russisch-beeinflusste Truppen oder Para-Militärs ukrainische Behördengebäude besetzen zu lassen. Umgekehrt weist Putin diese Beschuldigungen natürlich empört zurück und beschuldigt umgekehrt den Westen die ukrainische Führung unter Kontrolle zu haben.

Anstatt Putin irgendetwas zu unterstellen, wäre es doch viel geschickter ihn um Hilfe zu bitten. Nach dem Motto: “Irgendwelche Terroristen besetzen da in der Ukraine gerade Regierungsgebäude. Ihr habt doch mit sowas Erfahrung und eh eure Truppen da gerade an der Grenze. Könnt ihr die nicht mal kurz rausschmeißen?”

Wenn Putin tatsächlich was mit denen zu tun hat, dann kann er das natürlich nicht machen. Oder er macht es trotzdem und annektiert die Ost-Ukraine dann auch noch1. Da kann man dem dann immer noch eins auf die Nase hauen, also die großen Wirtschaftssanktionen auspacken, das trifft, entgegen aller anders lautenden Behauptungen, Russland sehr stark. Aber dieses diplomatische Geplänkel im Moment verlieren wir im ganz großen Stil, weil wir uns ganz schön dämlich anstellen. Da hat Putin mit der Gaswaffen-Geschichte in Syrien viel mehr Geschick bewiesen.

  1. Was ich aber nicht glaube, siehe diplomatisches Geschick []

Zweierlei Maß beim Terrorismus?

Gestern kamen zu ähnlicher Zeit zwei Schlagzeilen rein. Die erste war: Mutmaßliche Islamisten töten 60 Menschen in Nigeria. Einsortiert war der Artikel direkt als “Terror” und im Artikel wurde auch immer von “Terrorgruppe” geredet. In unmittelbarer Nähe gab es eine andere Meldung: Anschlag auf jüdische Einrichtungen in Kansas. Hier ist nur von einem “Mann” die Rede, der Rassist, Antisemit und ehemaliges Mitglied im Ku-Klux-Klan gewesen sein soll. Die Meldung ist unter “USA” einsortiert und das Wort “Terror” fällt im Artikel kein einziges mal.

Auch wird der Mann nicht als “christist” einsortiert. Warum eigentlich? Nur weil das so dämlich klingt? Der Ku-Klux-Klan ist durchaus eine fundamentale protestantische Organisation. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Ist für uns mittlerweile Terrorismus zwingend mit dem Islam verbunden? Oder erkennen wir Terrorismus nur dann als solchen an, wenn er uns selber trifft? So gemein es klingt? War nicht der NSU auch Terror? Anders Behring Breivik in Norwegen? Was ist mit dem “Amokläufer” in Italien, der als Rechtsextrem bekannt war und zur selben Zeit (2011) in Florenz gezielt auf eine Gruppe Migranten geschossen hat. Ist nicht auch das recht klar Terrorismus? Wenn man das vergleicht, kommt man zu dem Schluss, dass die Organisation recht ähnlich ist und auch bei der Anzahl kommt man in ähnlich Spheren.

Englisch lernen in Deutschland schwer

Die Deutschen können zu schlecht Englisch sprechen, insbesondere für die ganzen Jobs in denen Englischkenntnisse mittlerweile gefragt sind. Eine einfache Abhilfe wäre die ganzen englischen Filme und Serien einfach im O-Ton zu zeigen. Gerade die Sender mit Bildungsauftrag könnten diesem damit mal wieder nachkommen und müssten sich gleichzeitig nicht einmal sorgen um die so geliebten Quoten machen.

Mad Men, eine von zahlreichen amerikanischen und englischen Serien die auf den öffentlich rechtlichen Sendern ohne O-Ton Option gezeigt wird.

Mad Men, eine von zahlreichen amerikanischen und englischen Serien die auf den öffentlich rechtlichen Sendern ohne O-Ton Option gezeigt wird.

Leider sieht die Fernsehwelt aber so aus, dass man schon zu PayTV greifen muss den O-Ton als Option zu bekommen. Und das obwohl 80% der Zuschauer sich eine solche Option auch im FreeTV wünschen würden. Leider interessiert das bei den GEZ finanzierten Sendern wohl keinen. Bei den Privaten ist mit ProSieben MAXX ein erstes Experiment gestartet, hier werden manche Sendungen als Original mit Untertitel gezeigt.